top of page

Bücher

Wenn ich auf die Bücher zurückblicke, die ich in den vergangenen vier Jahrzehnten geschrieben habe, sehe ich darin auch ein Stück meiner eigenen Geschichte: Themen, die mich faszinierten, Fragen, die mich nicht losließen, und Entdeckungen, die mich immer wieder in neue Richtungen führten.​

     Angefangen hat alles mit Medizin und Naturheilkunde, damals mein berufliches Betätigungsfeld. Später rückten zunehmend die Biologie und die naturwissenschaftlichen Zusammenhänge in den Mittelpunkt, die unser Leben und unsere Umwelt bestimmen. Hinzu kamen gesellschaftliche und politische Fragen. Geblieben ist die Neugier darauf, wie die Dinge funktionieren und warum sie so sind, wie sie sind.​

     Den Büchern verdanke ich auch meine Leidenschaft für die Naturfotografie. Ursprünglich wollte ich meine Texte nur mit eigenen Fotos illustrieren, doch daraus wurde eine Entdeckungsreise mit Makro- und Mikroskopobjektiven, die mich bis heute nicht losgelassen hat und von der ich auch an vielen anderen Stellen dieser Webseite erzähle.​

     In der Korallenriffaquaristik blieb es nie beim Schreiben und Fotografieren. Was mich interessierte, wollte ich selbst erleben und mitgestalten: Aquarientechnik entwickeln und eigenhändig an der Drehbank bauen, Aquarien einrichten, Korallen züchten oder ihre Lebensweise untersuchen.

Bücher Einleitung 800p.jpg

Korallenexportstation Indonesien, 2004: Dieser Napoleon-Lippfisch (Cheilinus undulatus) ließ sich gern kraulen. Vermutlich vermisste er einen Putzerfisch – meine Hand schien jedenfalls brauchbarer Ersatz zu sein.

Besonders wichtig wurden mir die Korallenfarmprojekte, die ich ab 1993 auf den Philippinen und nach der Jahrtausendwende in Indonesien ins Leben rief. Die damals völlig neue Idee: Korallen für die Wiederherstellung geschädigter Riffe und den Aquarienhandel im flachen Küstenwasser züchten und damit Fischerfamilien eine Lebensgrundlage bieten, die auf dem Erhalt der Riffe beruhte statt auf ihrer Zerstörung. Hinzu kamen Tauchgänge, die Zusammenarbeit mit Meeresbiologen, Fernsehdreharbeiten und Vorträge auf internationalen Fachveranstaltungen.

     Neben der Natur beschäftigte mich immer mehr auch der Mensch: Gesellschaft und Politik, unsere Lebensweise und deren Folgen für uns und unsere Umwelt. Aus diesen Fragen entstanden ebenfalls Bücher, in denen ich Zusammenhänge ergründen, Gewissheiten hinterfragen und auf bedenkliche Entwicklungen aufmerksam machen wollte.

     Inzwischen sind 33 Buchtitel in zwölf Sprachen und weit mehr als hundert Auflagen erschienen. Dahinter stehen unzählige Stunden des Recherchierens, Schreibens und Fotografierens, vor allem aber die Freude daran, Neues zu entdecken und Menschen in aller Welt an dieser Faszination teilhaben zu lassen.

1-Pandemie 2048.jpg

Pandemie – Der Preis der Wahrheit

Der Wunsch, einen Roman zu schreiben, begleitete mich schon seit Jahrzehnten. Einige Manuskripte waren im Laufe der Jahre entstanden, und mit jedem hatte ich dazugelernt. Doch erst ein Interview des Virologen Christian Drosten in der taz gab mir den entscheidenden Anstoß zu meinem ersten veröffentlichten Thriller. Darin ging es um die Erforschung gefährlicher Viren und offene Fragen zur Entstehung von SARS-CoV-2. Schon in meinem Sachbuch „Experiment Mensch“ hatte ich mich 2011 mit der Gefahr einer weltweiten Pandemie beschäftigt, damals vor allem mit Blick auf die Vogelgrippe. 

     Nun entstand daraus eine Romanidee: Ein deutscher Virologe entdeckt, dass ein amerikanischer Pharmakonzern heimlich mit einem gefährlich veränderten Vogelgrippevirus experimentiert. Als das Virus aus dem Labor entkommt und eine verheerende Pandemie auslöst, versucht er, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Doch plötzlich wird er selbst zum Sündenbock und muss um seine Freiheit kämpfen, während er fieberhaft nach einer Möglichkeit sucht, die Katastrophe aufzuhalten. 

     Mich reizte daran vor allem die Frage, wie aus wissenschaftlichem Ehrgeiz und dem Versuch, etwas Gutes zu erreichen, eine Katastrophe entstehen kann – und wie schwierig es werden kann, die Wahrheit ans Licht zu bringen, wenn mächtige Interessen dagegen stehen.

 

ISBN 978-3912028249, Wortschein-Verlag, https://wortschein-verlag.de

2-Kinderbuch Die Welt im Kleinen 2048.jpg

Entdecke die Welt im Kleinen – Kinderbuch

Eigentlich sollte dieses Buch „Entdecke das Mikroskop“ heißen. Kriton Kunz, Lektor beim Natur und Tier-Verlag, hatte mich darum gebeten, und zunächst sagte ich zu. Doch dann wurde mir klar, dass ich gar kein typischer Mikroskopiker bin. Die nämlich ziehen mit Begeisterung Wasserproben aus Tümpeln, um zu untersuchen, was darin alles schwimmt. Ich dagegen interessiere mich vor allem dafür, mit der Kamera immer tiefer in die Welt des winzig Kleinen vorzudringen; für mich ist ein Mikroskop schlicht ein optimiertes Kameraobjektiv. Also zog ich meine Zusage zurück. 

     Als Kriton dann aber Jahre später mit der Idee zu „Entdecke die Welt im Kleinen“ zurückkam, war ich sofort Feuer und Flamme, denn Kindern zu zeigen, welche unglaublichen Wunder sich schon mit einer Lupe oder einem einfachen Mikroskop in der Natur entdecken lassen – das war genau mein Thema.

​

Mit der Lupe auf Entdeckungstour – Pflanzen und Tiere ganz genau betrachtet – Leben unter dem Mikroskop – Schneeflocken mal riesengroß – So funktionieren Lupe und Mikroskop – Das Smartphone als Superlupe.

​

ISBN: 978-3-86659-524-8, Natur und Tier - Verlag, Münster, 2025

Bildschirmfoto 2025-06-10 um 13.27_edite
3-Lexikon 2048.jpg

Lexikon der Meeresaquaristik

Angefangen hat alles ganz harmlos: In der Zeitschrift KORALLE, die ich damals als Chefredakteur leitete, hatte ich die Rubrik „KORALLexikon“ eingerichtet, um Fachbegriffe aus den Artikeln allgemeinverständlich zu erklären. Schon bald kam mir die Idee, daraus ein paar Jahre später ein kleines Buch zu machen. Vielleicht 120 Seiten, dachte ich damals. 

     Nun ja, aus den 120 Seiten wurden schließlich 936 Großformatseiten, mit 4.500 Farbfotos. Fünf Jahre lang arbeitete ich daran, überwiegend nachts, denn tagsüber musste schließlich die KORALLE gemacht werden. Und wenn mir die Lexikonarbeit zwischendurch zu eintönig wurde, schrieb ich zur Abwechslung hin und wieder ein anderes Buch. 

     Die ganze Geschichte, wie aus einer kleinen Zeitschriftenrubrik dieses ziemlich umfangreiche Nachschlagewerk werden konnte, erzähle ich auf einer eigenen Seite.

​

Fachbegriffe aus Biologie, Chemie, Physik und anderen Wissenschaften, die in aquaristischer Literatur auftauchen, werden leichtverständlich erläutert. Weiterhin stellt dieses Lexikon sämtliche Tiergruppen vor, die für das Hobby Bedeutung haben, einschließlich ihrer Aquarienpflege, nach Stichworten von A bis Z geordnet, 936 Seiten, Großformat, mit annähernd 4.500 Farbfotos bebildert.

 

ISBN: 978-3-86659-213-1, Natur und Tier - Verlag, Münster, 2013

Lexikon der Meeresaquaristik
Lexikon der Meeresaquaristik
Lexikon der Meeresaquaristik
4-Experiment_Mensch 2048.jpg

Experiment Mensch

Die Idee zu diesem Buch kam mir bei der Arbeit am Lexikon. Einige Zeit zuvor hatte ich die Arbeit daran unterbrochen, um ein Buch über die Ausbreitung unerwünschter Organismen im Korallenriffaquarium zu schreiben. Die Frage war, was geschieht, wenn eine Spezies ihre natürlichen Gegenspieler weitgehend ausschaltet und sich dadurch nahezu ungehindert vermehren kann? 

     Nun begann ich plötzlich, mich daran zu erinnern, dass ja auch der Mensch ein Tier ist, vergleichbaren Gesetzmäßigkeiten unterworfen wie die Tierwelt. Zu jenem Zeitpunkt stand die Menschheit kurz davor, die Siebenmilliardengrenze zu überschreiten – doppelt so viele, wie zu meiner Schulzeit auf der Erde lebten. Unsere Fähigkeit, Krankheiten zu bekämpfen und immer mehr Menschen das Überleben zu ermöglichen, war ein gewaltiger Fortschritt. Aber konnte dieses Wachstum auf einem Planeten mit begrenzten Ressourcen unbegrenzt weitergehen? 

 

"Experiment Mensch“ überträgt die Überlegungen aus meinem Buch „Trojaner im Meerwasseraquarium“ auf unsere eigene Spezies und fragt, wie wir ein Gleichgewicht bewahren können, ohne auf die Errungenschaften unserer Zivilisation verzichten zu müssen.

 

ISBN: 978-3.86659-169-1, NTV, Münster, Edition Monasteria, 2011, 264 Seiten

5-Kinderbuch Korallenriff 2048.jpg

Entdecke die Korallenriffe

Nach rund zwei Jahren nächtlicher Arbeit an meinem Lexikon der Meeresaquaristik kam mir die Bitte meines Verlegers Matthias Schmidt, ein Kinderbuch über Korallenriffe zu schreiben, gerade recht. Es sollte der vierte Band der damals noch jungen Reihe „Entdecke“ werden, die inzwischen auf über 90 Titel angewachsen ist. 

     Für mich war das eine willkommene Abwechslung zur Lexikonarbeit: Endlich konnte ich die faszinierende Welt der Korallenriffe einmal ganz anders darstellen, mit all ihren ungewöhnlichen Bewohnern, ihren erstaunlichen Lebensgemeinschaften und den zahllosen kleinen und großen Wundern, die es dort zu entdecken gibt. Und insgeheim hoffte ich natürlich, dass dieses Buch bei dem einen oder anderen Kind eine Begeisterung wecken würde, die vielleicht sogar ein Leben lang anhält.

​

Was sind Korallenriffe? Wie entsteht ein Riff? Welche faszinierenden Tiere leben dort? Welche spannenden Lebensgemeinschaften findet man im Korallenriff? Wie können Riffe geschützt werden? 

​

ISBN: 978-3-86659-476-0, Natur und Tier - Verlag, Münster, 2010/2021, Großformat, 64 S.

Entdecke die Korallenriffe
Kinderbuch Entdecke die Korallenriffe
Entdecke die Korallenriffe

„Trojaner“ im Meerwasseraquarium

Unerwünschte Aquariengäste erkennen und bekämpfen

​

Während ich an meinem großen „Lexikon der Meeresaquaristik“ arbeitete, brauchte ich gelegentlich etwas Abwechslung. Was bei mir allerdings selten bedeutet, mit dem Schreiben aufzuhören: Lieber schreibe ich zwischendurch mal ein anderes Buch. 

     So entstand „Trojaner im Meerwasseraquarium“, in dem ich einem merkwürdigen Phänomen nachging: Manche Organismen können sich in einem Riffaquarium nahezu ungebremst vermehren, andere Arten verdrängen und schließlich ihre eigene Lebensgrundlage zerstören. Woran liegt das?

     Meist liegt das daran, dass ihre natürlichen Gegenspieler fehlen. Für solche Organismen prägte ich den metaphorischen Begriff „Trojaner“, nicht nur in Anlehnung an das Pferd von Troja, sondern auch mit Blick auf den Computertrojaner, der das gesamte System übernimmt. Mich interessierte daran vor allem, wie ein evolutionärer Vorteil unter veränderten Bedingungen zur verhängnisvollen Fehlanpassung werden kann.

​

Dieses Buch erläutert, wie das Gleichgewicht der Arten im Aquarium aus den Fugen geraten kann. Es zeigt physikalische, chemische und biologische Bekämpfungsmethoden in Wort und Bild und hilft, Massenvermehrungen zu kontrollieren

 

ISBN: 978-3-86659-419-7, Natur und Tier - Verlag, Münster, 2009/2020, 175. S., drei Auflagen

Trojaner im Meerwasseraquarium
Trojaner Zusatzbild.jpg
Trojaner im Meerwasseraquarium
7A-Korallenführer D 2048.jpg

Korallenführer Indopazifik

Die Idee zu diesem Buch stammte von meinem langjährigen Freund Helmut Debelius, einem international bekannten Unterwasserfotografen und Herausgeber zahlreicher Bestimmungsführer für Taucher. Er wollte seine Buchreihe um einen Korallenführer erweitern und bat mich, ihn zu schreiben. 

     Ich zögerte zunächst, denn obwohl mein Fotoarchiv schon recht umfangreich war, schien es mir für ein solches Mammutprojekt nicht auszureichen. Doch dann gewann Helmut den Biologen Dr. Harry Erhardt als Koautor, der ein gewaltiges Bildarchiv beisteuern konnte. Damit war die Sache entschieden. 

     Einen Wunsch hatte ich allerdings: Auf das Cover sollte unbedingt eine ungewöhnliche Röhrenkoralle, die ich in Indonesien gesammelt und zur wissenschaftlichen Beschreibung an Taxonomen weitergegeben hatte. Damals war sie noch namenlos. Heute heißt sie Knopia octocontacanalis.

​

Gorgonien, Weichkorallen, Steinkorallen, Seeanemonen, Krustenanemonen, Scheibenanemonen, Feuerkorallen – auf über 1.000 Farbfotos und mit vielen spannenden Kurzgeschichten vermittelt dieses Buch dem Aquarianer und Taucher nicht nur Einblick in die Welt der Korallen, sondern hilft bei der Bestimmung von Gorgonien und Hornkorallen, Röhren- und Weichkorallen sowie Seefedern, Steinkorallen, See- und Scheibenanemonen sowie Schwarzen Korallen und Feuerkorallen 

​

Daniel Knop gemeinsam mit Dr. Harry Erhardt, 305 S., 2005

Deutsche Ausgabe: ISBN 3-440-10293-9, Kosmos-Verlag, Stuttgart

Englische Ausgabe: ISBN 3-925919-69-4,  IKAN, Frankfurt

7B-Korallenführer E 2048.jpg
3.jpg
22.jpg
8A-Aquarienporträts D 2048.jpg

Riffaquarien – Aquarienporträts aus aller Welt

Die Idee zu diesem Buch entstand Ende der 1990er-Jahre, als Fotografie und Kommunikation noch weitgehend analog funktionierten. Weltweit erfolgreiche Korallenriffaquarianer aufzuspüren, mit ihnen Kontakt aufzunehmen und sie für ein gemeinsames Buchprojekt zu gewinnen, war damals ein ziemlich mühsames Unterfangen. 

     Mehrere Jahre dauerte es, bis ich genügend Material zusammengetragen hatte, um Riffaquarien aus verschiedenen Teilen der Welt vorzustellen – mit ihren Bewohnern, ihrer Technik und den oft ganz unterschiedlichen Lösungen ihrer Besitzer. Dabei lernte ich viele interessante Menschen kennen, darunter sogar den damaligen Zahnarzt von Nelson Mandela, der selbst ein begeisterter Riffaquarianer war. Rückblickend erscheint mir dieses Buch wie ein früher Vorläufer des weltweiten Erfahrungsaustauschs, der heute über soziale Medien ganz selbstverständlich geworden ist. Nur dass damals alles erheblich länger dauerte.

 

Dähne-Verlag, Ettlingen, 2001, 142 S.

Deutsch: ISBN 3-935175-05-1, Italienisch: ISBN 88-88789-07-02

8B-Aquarienporträts I 2048_edited_edited
6_edited.jpg
5_edited.jpg
9A-Steinkorallen 1 3. Aufl. 2048.jpg
9C-Steinkorallen 1 Italienisch 2048.jpg
9B-Steinkorallen1 Französisch 2048.jpg
Steinkorallen im Meerwasseraquarium
Steinkorallen im Meerwasseraquarium
10A-Steinkorallen 2 2. Aufl. 2048.jpg

Steinkorallen im Meerwasseraquarium Band 1 und 2

Eigentlich sollten die Steinkorallen nur ein kleines AFA-Bändchen mit 64 Seiten bekommen. Jedenfalls hatte mein Verleger Matthias Schmidt mich darum gebeten, und ich fing einfach an zu schreiben. 

     Doch je tiefer ich in das Thema einstieg, desto deutlicher wurde, dass sich die faszinierende Welt dieser Tiere unmöglich auf so wenigen Seiten unterbringen ließ. Irgendwann stellte sich nicht mehr die Frage, wie wir mit 64 Seiten auskommen sollten, sondern ob wir einen oder gleich zwei Bände daraus machen. 

     Es wurden zwei: Der erste beschäftigt sich vor allem mit der Biologie der Steinkorallen, ihren natürlichen Lebensräumen und den verschiedenen Gattungen, der zweite mit ihrer Pflege und Vermehrung im Aquarium sowie den technischen Voraussetzungen dafür. Aus dem kleinen Ratgeber war ein umfangreiches Fachwerk geworden.

​​​

Natur und Tier - Verlag, Münster, 2002 – 2023, zahlreiche Auflagen, Sprachen: Deutsch, Italienisch und Französisch

ISBN: 978-3-86659-468-9 und 978-3-86659-260-5

10C-Steinkorallen 2 Italienisch 2048.jpg
10B_Steinkorallen2 Französisch 2048.jpg
Steinkorallen im Meerwasseraquarium
Steinkorallen im Meerwasseraquarium
11A-Nano-Riffaquarien_3.Aufl.Deutsch 2048.jpg
11B-Nano-Riffaquarien_1.Aufl.Italienisch2026, 21_41_38 2048.jpg
11C-Nano-Riffaquarien_1.Aufl.Russisch 2048.jpg

Nano-Riffaquarien

Einrichtung, Besatz und Pflege kleiner Riffaquarien von 30 bis 150 Liter

 

Die Idee zu diesem Buch verdanke ich einer Begegnung mit dem japanischen Aquarianer und Naturfotografen Takashi Amano, den ich auf einer Interzoo-Messe kennenlernte. Amano hatte mit seinen kunstvoll gestalteten Süßwasseraquarien weltweit Maßstäbe gesetzt und mich besonders mit seinen winzigen Unterwasserlandschaften beeindruckt. Warum sollte so etwas nicht auch mit Korallenriffaquarien möglich sein? 

     Also begann ich, winzige Aquarien von gerade einmal 0,5 bis 5 Litern Inhalt einzurichten, entwickelte dafür eine besondere Betriebsweise und besetzte sie mit kleinen, festsitzenden Wirbellosen. Ein Titelthema darüber in der Zeitschrift KORALLE und ihrer amerikanischen Ausgabe stieß auf so große Resonanz, dass daraus schließlich dieses Buch entstand. Auch Amano war begeistert und lud mich ein, in der Jury seines internationalen Aquariengestaltungswettbewerbs IAPLC mitzuarbeiten. 

     Was mich an den winzigen Riffaquarien aber vor allem faszinierte, war die veränderte Perspektive: Während in einem großen Riffbecken das einzelne Tier leicht in der Vielfalt untergeht, rückt es hier ganz unmittelbar in den Mittelpunkt. Man schaut genauer hin und entdeckt plötzlich Dinge, die man sonst übersehen hätte.

 

Natur und Tier - Verlag, Münster, 2003/2018, 216 S., Sprachen: Deutsch, Italienisch und Russisch, ISBN: 978-3.86659-390-9

Nano 5.jpg
Nano 2.jpg
Nano 1.jpg
AFA Gruppe.jpg

Zehn Bände der AFA-Reihe (Art für Art):

Praxiswissen aus erster Hand

Als ich Ende 1999 zum Natur und Tier-Verlag kam, begannen wir dort, ein eigenes Verlagsprogramm für Meerwasseraquaristik aufzubauen. Dazu gehörten die Zeitschrift KORALLE, deren Chefredakteur ich war, und zahlreiche Sachbücher, die ich als Fachlektor betreute. 

   Irgendwann sollte es auch handliche Ratgeber nach dem Vorbild der bereits etablierten AFA-Reihe für Terrarianer geben. Ein erster Versuch über Steinkorallen war 2002 allerdings gründlich aus dem Ruder gelaufen, denn ich hatte statt eines 64-Seiten-Bändchens zwei umfangreiche Sachbücher produziert. 2008 erinnerte mich Verleger Matthias Schmidt deshalb daran, dass wir eigentlich noch immer auf die Meerwasser-AFAs warteten. 

Diesmal klappte es: Ich schrieb gleich sieben Bände hintereinander. Drei weitere kamen später hinzu, und bei ihnen spielten persönliche Leidenschaften eine mindestens ebenso große Rolle wie die ursprüngliche Verlagsplanung.​

12A-AFA_Röhrenwürmer 2048.jpg

Mit ihren hübschen, blumenähnlichen Tentakelkronen gehören Röhrenwürmer zu den schönsten Bewohnern eines Riffaquariums. Leider auch zu den am meisten missverstandenen. Was Fischen und Korallen guttut, kann für diese empfindlichen Filtrierer ausgesprochen unangenehm sein: Turbulente Strömung setzt ihren zarten Tentakelkronen zu, und ständig vorbei schwimmende Fische veranlassen sie, sich immer wieder in ihre Röhren zurückzuziehen, statt Nahrung aufzunehmen. Röhrenwürmer brauchen deshalb ein auf ihre besonderen Bedürfnisse abgestimmtes Habitat. Mit diesem Bändchen wollte ich zeigen, dass ihre erfolgreiche Pflege weniger von aufwendiger Technik als vom Verständnis ihrer Lebensweise abhängt.

12B-AFA_Seesterne 2048.jpg

Seesterne sind für viele Menschen geradezu ein Symbol des Meeres. Kein Wunder, dass man sie auch im Riffaquarium pflegen möchte. Doch so faszinierend diese Tiere sind, so leicht werden ihre Bedürfnisse unterschätzt. Viele sind ausgesprochene Nahrungsspezialisten, und selbst wenn ein Aquarium genügend Nahrung für einen Seestern bietet, muss das für einen zweiten längst nicht mehr gelten. Beide konkurrieren dann um dieselbe begrenzte Nahrungsgrundlage und können langsam verhungern, ohne dass man es ihnen äußerlich ansieht. Mir war deshalb wichtig, mit diesem Bändchen Verständnis für diese ungewöhnlichen Tiere zu wecken und zu zeigen, warum ihre erfolgreiche Pflege weit mehr voraussetzt als ein schönes Aquarium.

12C-AFA_Schwämme 2048.jpg

Schwämme sind im Riffaquarium so etwas wie eine kostenlose Bonus-Zugabe. Man kauft sie kaum gezielt, sondern schleppt sie meist unbemerkt mit dem Substratgestein seiner Korallen ein. Dort entwickeln sie sich zu fleißigen Filtrierern, die gewaltige Wassermengen durch ihre Körper pumpen und so zur Reinhaltung des Aquarienwassers beitragen. Ihre erstaunliche Formen- und Farbenvielfalt entfalten sie vor allem dort, wo wir normalerweise nicht hinschauen: in den dunklen Winkeln hinter und unter dem Riffaufbau. Wer einmal mit einer Taschenlampe diese verborgene Unterwelt erkundet, entdeckt eine faszinierende Lebensgemeinschaft, die dem sichtbaren Riff kaum nachsteht. Genau auf diese oft übersehene Welt wollte ich mit diesem Bändchen aufmerksam machen.

12D-AFA_Algen 2048.jpg

Algen werden von Riffaquarianern oft vor allem als lästige Plagegeister betrachtet, die es zu bekämpfen gilt. Dabei ist ein Aquarium ohne Algen kaum denkbar. Die Frage ist nur, welche Arten sich durchsetzen. Gerade in einem neu eingerichteten Aquarium finden schnell wachsende Pionieralgen ideale Bedingungen vor und besiedeln die freien Flächen, bevor andere Arten zum Zuge kommen. Mich interessierte deshalb weniger, wie man Algen bekämpft, sondern wie man ihre Konkurrenz untereinander und die ökologischen Zusammenhänge versteht. Denn entweder gestalten wir als Aquarianer die Algengemeinschaft durch geeignete Bedingungen und eine ausgewogene Nährstoffversorgung mit, oder wir überlassen der Natur die Entscheidung. Genau darum geht es in diesem Bändchen.

12E-AFA_Seeigel 2048.jpg

Seeigel gehören zu den nützlichsten Helfern im Riffaquarium. Als unermüdliche Algenfresser halten viele Arten den Bewuchs in Schach. Doch ihr Appetit kann auch zum Problem werden, denn Seeigel sind Nahrungsspezialisten, deren Ansprüche sich von Art zu Art unterscheiden. Und selbst wenn ein Aquarium mehrere Tiere ernähren kann, könnte ein einziger zusätzlicher Seeigel die Nahrungsbilanz so weit verschlechtern, dass schließlich alle langsam verhungern. Das Tückische daran: Man sieht es ihnen kaum an. Mit diesem Bändchen wollte ich deshalb zeigen, wie wichtig es ist, nicht nur die Lebensweise der einzelnen Arten zu kennen, sondern auch ihren tatsächlichen Nahrungsbedarf richtig einzuschätzen.

12F-AFA_Hornkorallen 2048.jpg

Hornkorallen gehören zu den schönsten Bewohnern eines Korallenriffs. Während viele Arten mit symbiotischen Algen relativ leicht im Aquarium zu pflegen sind, üben gerade die farbenprächtigen Arten ohne solche Symbionten auf viele Korallenriffaquarianer besondere Faszination aus. Doch ihre Schönheit ist oft trügerisch: Sie alle sind hoch spezialisierte Filtrierer, die ganz bestimmte Nahrungspartikel und Strömungsverhältnisse benötigen. Manche lassen sich nur unter sehr speziellen Bedingungen halten, andere sind für die Aquarienpflege praktisch ungeeignet. Mit diesem Bändchen wollte ich einen Überblick über die unterschiedlichen Gattungen und ihre Lebensweisen geben – und auch deutlich machen, welche Arten man besser meidet.

Scheibenanemonen gehören zu den anspruchslosesten Bewohnern eines Riffaquariums. Doch so einfach ihre Pflege ist, so rätselhaft sind ihre Verwandtschaftsverhältnisse. Unter Gattungsnamen wie Discosoma werden seit Langem Arten zusammengefasst, die teilweise gar nicht näher miteinander verwandt sind. Besonders erstaunlich ist ihre Evolutionsgeschichte: Sie sind eng mit den Steinkorallen verwandt, und einiges spricht dafür, dass ihre Vorfahren einst ein Kalkskelett besaßen, das sie im Laufe der Evolution wieder aufgegeben haben. Die Wissenschaft hat hier noch einiges zu entwirren. In diesem Bändchen wollte ich diese ungewöhnlichen Blumentiere näher vorstellen, ihre Biologie, Pflege und Vermehrung erklären – und auch zeigen, wie man verhindert, dass aus ein paar hübschen Exemplaren irgendwann eine ganze Kolonie wird.

12H-AFA_Florida-Zwergseepferdchen 2048.jpg

Dass ausgerechnet ein winziges karibisches Seepferdchen einmal zu meinen besonderen Lieblingen gehören würde, hätte ich nicht erwartet. Kennengelernt habe ich es durch meine Zusammenarbeit mit dem renommierten Unterwasserfilmer Sigurd Tesche, für dessen Filmproduktionen ich als fachlicher Berater tätig war und der auch bei mir in eigens eingerichteten Filmaquarien drehte. Für einen Film über Seepferdchen wollten wir beispielsweise mit einer Hochgeschwindigkeitskamera das blitzschnelle Saugschnappen beim Beutefang sichtbar machen. Für diese Dreharbeiten pflegte ich verschiedene Seepferdchenarten, darunter auf Sigurds Wunsch auch das winzige Hippocampus zosterae, das gerade einmal etwa 2,5 Zentimeter groß wird. In diese kleinen Fische verliebte ich mich so sehr, dass ich sie anschließend lange Zeit züchtete. Und irgendwann wollte ich meine Begeisterung auch anderen Aquarianern nahebringen. So entstand das AFA-Bändchen über Seepferdchen.

12I-AFA_Montipora 2048.jpg

Als Verleger mein Matthias Schmidt mich bat, einmal ein AFA-Bändchen über Steinkorallen zu schreiben, musste ich nicht lange überlegen. Während sich in der Riffaquaristik vieles um die begehrten, oft sündhaft teuren Acropora-Korallen dreht, führt Montipora eher ein Mauerblümchendasein. Dabei hat diese unterschätzte Gattung einige erstaunliche Fähigkeiten: Ihre symbiotischen Algen können sogar im Inneren des Kalkskeletts Fotosynthese betreiben und so zum Wachstum der Korallen beitragen. Und die besondere Struktur ihrer Skelette lieferte einst sogar Anregungen für den menschlichen Knochenersatz. Für mich gab es also genügend Gründe, Montipora endlich einmal ins Rampenlicht zu rücken. Neben solchen biologischen Überraschungen geht es im Buch natürlich auch um die Pflege und Vermehrung dieser außergewöhnlichen Steinkorallen.

12K-AFA_Weichkorallen 2048.jpg

Weichkorallen führen in der Riffaquaristik eher ein Schattendasein. Sie gelten als unkomplizierte Anfängertiere, während sich die Aufmerksamkeit vor allem auf die anspruchsvolleren Steinkorallen richtet. Mich faszinieren dagegen gerade solche unterschätzten Tiergruppen. Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit ihnen und unterstütze mit meinen Makro- und Mikrofotografien auch die Forschung von Korallentaxonomen wie Phil Alderslade und Cathy McFadden. Dass sogar eine Röhrenkorallengattung nach mir benannt wurde (Knopia), war eine besondere Ehre. Besonders spannend wurde es bei der Gattung Tubipora: Obwohl mehrere Arten wissenschaftlich beschrieben waren, konnte niemand die historischen Artnamen zuverlässig den heute lebenden Korallen zuordnen. Also begann ich, unterschiedliche Arten zusammenzutragen, zu pflegen und mikroskopisch zu dokumentieren. Meine Untersuchungen und zwei Artikel in der Zeitschrift KORALLE gaben schließlich den Anstoß zu einem internationalen Forschungsprojekt, an dem ich später selbst als Koautor mitwirkte. Eigentlich hatte ich schon lange ein großes Buch über Weichkorallen schreiben wollen. Weil der Markt dafür inzwischen zu klein geworden war, wurde daraus schließlich dieses AFA-Bändchen, in dem natürlich auch die Geschichte um Tubipora ihren Platz gefunden hat.

​

Zahlreiche der AFA-Bände wurden auch in andere Sprachen übersetzt

12L-AFA_Algen_Französisch 2048.jpg
12P-AFA_Röhrenwürmer_Französisch 2048.jpg
12M-AFA_Hornkorallen_Französisch 2048.jpg
12N-AFA_Scheibenanemonen_Französisch 2048.jpg
12O-AFA_Seeigel_Französisch 2048.jpg
13-Aquarienbeleuchtung 2048.jpg

Aquarienbeleuchtung

Süßwasser- und Meerwasserbiotope im richtigen Licht

 

Dieses Buch verdankt seine Entstehung einer Begegnung mit einem US-Verleger auf der amerikanischen Meerwasseraquaristik-Konferenz MACNA 1998, bei der gleichzeitig die Idee zu meinem Buch über Aquarienfotografie entstand. 

     Die Beleuchtung gehört zu den anspruchsvollen Fragen der Aquaristik, denn Licht soll nicht nur das Aquarium schön aussehen lassen, sondern vor allem den Bedürfnissen seiner Bewohner entsprechen. Das Buch beschäftigt sich deshalb mit den biologischen Grundlagen des Lichts, unterschiedlichen Lichtquellen und der Frage, wie sich geeignete Beleuchtungsverhältnisse im Aquarium schaffen lassen. Wie den Band „Aquarienfotos“ durfte ich auch dieses Buch selbst mit PageMaker gestalten – eine Erfahrung, die ebenso anspruchsvoll wie spannend war.

 

ISBN: 3-921684-63-3, Dähne-Verlag, Ettlingen, 1999, 110 S. 

14-Aquarienfotos 2048.jpg

Aquarienfotos

Tipps und Tricks für Einsteiger und Fortgeschrittene

 

Die Anregung zu diesem Buch bekam ich ebenfalls 1998 auf der MACNA. Ein US-amerikanischer Verleger erzählte mir, dass er regelmäßig Fotos von Aquarien und ihren Bewohnern erhielt, die er wegen ihrer schlechten technischen Qualität kaum drucken konnte. Es fehlte offenbar ein Fotobuch, das sich nicht mit den üblichen Grundlagen beschäftigte, sondern mit den besonderen Schwierigkeiten der Aquarienfotografie. Schließlich fotografiert man durch Glasscheiben, die verzerren und spiegeln können, kämpft mit schwierigen Lichtverhältnissen und Tieren, die selten so lange stillhalten, wie man es gern hätte. Also schrieb ich ein Buch darüber, wie man diese Probleme mit geeigneter Aufnahmetechnik in den Griff bekommt und die faszinierende Unterwasserwelt im eigenen Aquarium auch fotografisch überzeugend festhalten kann.

 

ISBN: 3-921684-57-9, Dähne-Verlag, Ettlingen, 1999, 136 S.

15A-Einsteigerbuch Deutsch 2048.jpg
15B-Einsteigerbuch Englisch 2048.jpg
15C-Einsteigerbuch Französisch 2048.jpg
15D-Einsteigerbuch Italienisch 2048.jpg
15E-Einsteigerbuch Schwedisch 2048.jpg

Riffaquaristik für Einsteiger​

Preiswerte Technik – pflegeleichte Tiere

 

Manchmal schreibt man ein Buch, ohne es zu merken. Ich hatte gerade eine Serie von Fachartikeln für die Zeitschrift DATZ vorbereitet, in denen ich verschiedene Korallengruppen, ihre Pflege und Vermehrung vorstellen wollte. Etwa zwanzig Artikel waren schon fertig, als mir plötzlich klar wurde, dass ich eigentlich längst dabei war, ein Buch zu schreiben. Wie passend, dass gerade zu dieser Zeit der Dähne-Verlag bei mir angefragt hatte, ob ich etwas für sein Meerwasserprogramm schreiben wollte. Natürlich wollte ich.

     Daraus wurde „Riffaquaristik für Einsteiger“, mein bis heute erfolgreichstes Buch. Zwischen 1998 und 2017 wuchs es in neun deutschen Auflagen von 200 auf 322 Seiten, erschien in fünf Sprachversionen und erreichte insgesamt 15 Auflagen mit mehr als 50.000 verkauften Exemplaren. Und besonders fasziniert mich der Gedanke, dass vermutlich Zehntausende Aquarianer in verschiedenen Ländern der Welt mit diesem Buch ihre ersten Schritte in die faszinierende Welt der Korallenriffaquaristik gemacht haben.

​

Es stellt dem Leser pflegeleichte und anspruchslose Tiere vor, gibt Ratschläge für den Kauf von technischem Zubehör, zeigt, wie die meisten der vorgestellten Korallen vermehrt werden können und hilft, Fehlschläge und unnötige Kosten zu vermeiden. Darüber hinaus führt dieses Buch mit schönen Fotos in die Welt der Korallenriffe ein.

​​​

Dähne-Verlag, Ettlingen, ab 1998, je nach Ausgabe 199–322 S. und bis zu 650 Farbfotos

Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Schwedisch

ISBN: 978-3-944821-19-1

Riffaquaristik für Einsteiger
Riffaquaristik für Einsteiger
Riffaquaristik für Einsteiger
Riffaquaristik für Einsteiger
16A-Muschelbuch Deutsch 2. Aufl., 225 Seiten, 24 x 23 2048.jpg
16B-Muschelbuch Englisch 2048.jpg

Riesenmuscheln – Arten und Pflege im Aquarium

 

1993 stand ich vor der Frage, welches Buch ich als Nächstes schreiben sollte. Eigentlich reizte es mich, endlich einen Roman zu versuchen. Andererseits wollte ich auch über Meerwasseraquaristik schreiben, wo ich bis dahin nur durch meine selbst gebauten Abschäumer bekannt war.

     Ein Thema hatte ich bereits im Auge: Riesenmuscheln der Gattungen Tridacna und Hippopus. Über Korallen gab es inzwischen gute Fachbücher, über die Pflege von Riesenmuscheln dagegen praktisch nichts, auch nicht im Ausland.

     Eines Tages kam meine Frau aus dem Labor der Klinik nach Hause und erzählte von einer philippinischen Doktorandin, die sie dort kennengelernt hatte. Deren Mann arbeitete als Meeresbiologe am Meeresforschungsinstitut der Universität der Philippinen, das in der Provinz Pangasinan eine Zuchtfarm für Riesenmuscheln betrieb. Dort könnte ich recherchieren, fotografieren, die verschiedenen Arten kennenlernen und sogar zwischen den gewaltig großen Muscheln tauchen. Damit war die Entscheidung gefallen. 

     Nur gab es ein kleines Problem: Ich konnte weder tauchen noch fotografieren, und schon gar nicht unter Wasser. Also lernte ich das Fotografieren, absolvierte eine Tauchausbildung, und der wissenschaftliche Kameramann Klaus Gensel, der damals acht Wochen lang für das ZDF an meinem 6.000-Liter-Riffaquarium filmte, brachte mir die Grundlagen der Unterwasserfotografie bei.

     Es folgten Reisen auf die Philippinen, intensive Recherchen auf der Muschelfarm und eine Fahrt mit Forschern der San Carlos University rund um die Insel Bohol, bei der mir übrigens die Idee zu meinen späteren Korallenfarmprojekten kam.

     Ende 1994 erschien schließlich das Buch und wurde zu einem großen Erfolg. Auch die englische Ausgabe fand in den USA viele Leser, und plötzlich war ich dort als „the clam guy“ bekannt. Rückblickend war dieses Buch weit mehr als der Beginn meiner Laufbahn als Meerwasseraquaristik-Autor. Es öffnete mir Türen, von denen ich zuvor nicht einmal gewusst hatte, dass es sie gab, und veränderte schließlich mein ganzes Leben. Und alles begann mit der zufälligen Begegnung zweier Frauen in einem Kliniklabor.

 

Alle bis 2009 bekannten Riesenmuschelarten werden vorgestellt, ihre Lebensweise, Anatomie und Fortpflanzung geschildert. Im Mittelpunkt steht die Aquarienpflege, von der Kaufentscheidung bis zu erprobten Pflegetipps. Ein umfassendes Kapitel widmet sich der Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten, ein weiteres Kapitel erläutert detailliert die Nachzucht.

 

Dähne-Verlag, Ettlingen, 2009, 220 S., Sprachen Deutsch und Englisch

ISBN: 978-3-935175-43-2

baustelle.gif
17-Von-Pest-bis-Aids 2048.jpg

Von Pest bis Aids

Die Infektionskrankheiten und ihre Geschichte

 

In den 1980er-Jahren arbeitete ich als Heilpraktiker in eigener Praxis und beschäftigte mich nebenbei intensiv mit der Ausbildung angehender Berufskollegen. Mein Buch „Notfallmedizin für die Naturheilpraxis“ war bereits in vielen Praxen und in der Heilpraktikerausbildung angekommen, und aufgrund meiner langjährigen Erfahrung im Rettungsdienst veranstaltete ich regelmäßig Workshops zum Umgang mit medizinischen Notfällen.

     Dabei kam mir die Idee, auch das Erlernen der Infektionskrankheiten etwas leichter zu machen. Warum nicht die wichtigsten Fakten über eine Krankheit mit ihrer Entdeckung und ihrer Geschichte verbinden? Schließlich merkt man sich vieles besser, wenn man weiß, wie es dazu gekommen ist. Zusätzlichen Anstoß gab mir die damals aufkommende AIDS-Epidemie, durch die Infektionskrankheiten plötzlich wieder ganz anders ins öffentliche Bewusstsein rückten. So entstand ein Buch, das medizinisches Wissen mit Medizingeschichte verband und das Lernen ein wenig effektiver machte als das bloße Pauken von Krankheitssymptomen.

     Mit dem Titel „Von Pest bis Aids“ würde ich heute allerdings nicht mehr glücklich werden. Er stammt aus einer Zeit, in der die Erforschung von HIV noch in den Anfängen steckte und AIDS in der öffentlichen Wahrnehmung weitgehend als Oberbegriff für die gesamte HIV-Problematik diente. Heute würde man ein solches Buch sicher anders nennen.

 

Überblick über die Infektionskrankheiten des Menschen mit Erreger, Symptomatik und Erscheinungsbild sowie Beschreibung ihres geschichtlichen Hintergrunds (Epidemien, Entwicklung von Behandlungsmöglichkeiten).

 

ISBN: 3-925367-48-9, Sommer-Verlag, Teningen, 1988, 170 S., zwei Auflagen 

18-Vetter-Ofen 2048.jpg

Der Vetter-Ofen

Ein Erfinder, ein neues, umweltschonendes Heizsystem und ein jahrelanger Kampf gegen Bürokraten

 

Manchmal entsteht ein Buch aus Empörung. So war es bei diesem. In einem Panorama-Fernsehbericht, moderiert von Peter Gatter, erfuhr ich von dem Müllermeister Richard Vetter aus Peine, der ein neuartiges Heizsystem entwickelt hatte und damit auf den Widerstand der etablierten Heizungsindustrie stieß. Der Bericht zeigte, wie wirtschaftliche Interessen, politische Einflussnahme und fragwürdige Gutachten einer Erfindung im Weg stehen können. Jahrzehnte später hatte die Heizungsindustrie mit Brennwertkesseln das Know-how des Müllermeisters selbst technisch umgesetzt – nach Ablauf seiner Patente.

Mich empörte vor allem die Vorstellung, dass eine solche Geschichte schon wenige Jahre später vergessen sein könnte. Also besuchte ich Richard Vetter in Peine und machte mich daran, ein dokumentarisches Buch zu schreiben über seine Erfindung und die Hindernisse, mit denen er zu kämpfen hatte. Peter Gatter steuerte freundlicherweise ein Geleitwort bei und kommentierte (1987): "Es scheint, als habe sich an den Grundprinzipien des Umgangs mit Innovationen seit Galileo Galilei und dem Schneider von Ulm nichts geändert"

 

ISBN: 3-923478-27-5, Verlag „Die Werkstatt“, Göttingen, 1987, sechs Auflagen, 123 S. 

19-Seniorenbuch 2048.jpg

Das Seniorenbuch

Ein Ratgeber für ältere Mitbürger

 

Mitte der 1980er-Jahre fragte mich mein damaliger Verleger Jörg Sommer, ob ich nicht einen umfassenden Ratgeber für Senioren schreiben wolle, der in möglichst vielen Lebenssituationen weiterhelfen sollte. Damals gab es weder Internet noch Smartphones, auf denen man sich heute praktisch jede beliebige Information beschaffen kann. Ein solches Nachschlagewerk konnte also durchaus nützlich sein. 

     Warum allerdings ausgerechnet ich mit meinen damals 32 Jahren glaubte, den Senioren dieser Welt gute Ratschläge geben zu können, frage ich mich noch heute. Aber ich war begeistert von jedem neuen Buchprojekt und außerdem gerade stolzer Besitzer eines Computers geworden. Meine ersten beiden Bücher hatte ich noch von Hand geschrieben, jetzt konnte ich endlich auf einer Tastatur tippen und meine Texte auf einem grün leuchtenden Bildschirm betrachten. Eine Festplatte hatte das Gerät zwar noch nicht, aber das tat meiner Begeisterung keinen Abbruch. Da kam mir jede Herausforderung recht.

​

Dieses Buch verrät, was der ältere Mensch selbst für seine Gesunderhaltung tun kann, informiert über Sexualität, Reisen, Sport und Wohnen im Alter, informiert über Rentenfragen, Sozialleistungen, Hilfen für Schwerbehinderte und Pflegebedürftige u. v. a., 199 S.

 

ISBN: 3-925367-40-3, Sommer-Verlag, Teningen, 1988, 199 S.

20-Selbstmedikation 2048_edited.jpg

Ratgeber zur Selbstmedikation

 

1990 rief mich mein damaliger Verleger Jörg Sommer an. Er hatte ein Problem: Für einen Ratgeber über die Selbstbehandlung hatte er bereits umfangreiche Zuschüsse von Pharmaunternehmen eingeworben, Druck und Vertrieb waren vorbereitet, und die Sponsoren warteten auf das fertige Buch. Nur leider stellte sich heraus, dass der beauftragte Autor mit dem Schreiben offenbar völlig überfordert war. Ich sollte das Manuskript nun möglichst schnell in einen druckreifen Zustand bringen. 

Nachdem ich die Texte durchgesehen hatte, musste ich Jörg Sommer allerdings mitteilen, dass da kaum noch etwas zu retten war. Die Überarbeitung würde mich mindestens dreimal so viel Zeit kosten, wie ein neues Buch zu schreiben. Seine Antwort kam prompt: „Dann schreiben Sie es!“ Also schrieb ich es. Manchmal ist es eben ganz praktisch, Generalist zu sein – man ist eben für so ziemlich alles einsetzbar.

​​

ISBN: 3-925367-59-4, Sommer-Verlag, Teningen, 1990, 302 S., zahlreiche Auflagen

21-Tee 2048.jpg

Ein Tee hilft immer

Ratgeber zur Selbstbehandlung mit Fertigtees

 

Auch dieses Buch verdanke ich einer Idee meines damaligen Verlegers Jörg Sommer. „Herr Knop, Sie sind doch Heilpraktiker. Könnten Sie nicht ein Buch über Heiltees schreiben?“ Warum eigentlich nicht? Mit Heilpflanzen und ihren Anwendungen war ich aus meiner Praxis vertraut, und einen weiteren Ratgeber für meine Patienten zu schreiben war schließlich immer eine willkommene Herausforderung. Also machte ich mich an die Arbeit. Diesmal gab es keine besonderen Hindernisse, keine überraschenden Wendungen und keine Manuskripte, die erst gerettet werden mussten – ich kam, sah und schrieb.

​

ISBN: 3-925367-71-3, Sommer-Verlag, Teningen, 1988, 120 S.

22A-Selbstbehandlung von Kopfschmerz und Migräne, Deutsch 2048.jpg
22B-Selbstbehandlung von Kopfschmerz und Migräne, Litauisch 2048.jpg
22C-Selbstbehandlung von Kopfschmerz und Migräne, Slowakisch 2048.jpg
22D-Selbstbehandlung von Kopfschmerz und Migräne, Ungarisch 2048.jpg

Selbstbehandlung von Kopfschmerz und Migräne

In den 1980er-Jahren betrieb ich noch meine eigene Naturheilpraxis und hatte gerade nach dem Band „Notfallmedizin für die Naturheilpraxis“ meinen ersten Patientenratgeber über die Selbstbehandlung mit Akupressur geschrieben. Und dabei war ich auf den Geschmack gekommen: Warum nicht nach und nach eine ganze Reihe solcher Bücher veröffentlichen, in denen ich Patienten zeigte, was sie selbst gegen ihre Beschwerden tun konnten? 

     Einerseits wollte ich damit meine Praxis bekannter machen und mir einen Namen aufbauen. Andererseits hatte ich längst festgestellt, dass mir das Schreiben eigentlich viel mehr Spaß machte als die tägliche Praxisarbeit. 

     So entstand mein Ratgeber über die Selbstbehandlung von Kopfschmerzen und Migräne, der wie schon das Akupressurbuch im österreichischen Ennsthaler-Verlag erschien. Rückblickend war diese kleine Ratgeberreihe wohl auch ein erster Hinweis darauf, in welche Richtung sich mein Berufsleben einmal entwickeln würde.

 

Sprachen: Deutsch, Rumänisch, Slowakisch, Litauisch

ISBN: 3-85068-234-X, Ennsthaler-Verlag, Österreich, 1987, zahlreiche Auflagen

23A-Selbstbehandlung durch Akupressur Deutsch, 120 Seiten 2048.jpg
23A-Selbstbehandlung durch Akupressur Deutsch, 120 Seiten 2048.jpg
23B-Selbstbehandlung durch Akupressur, Litauisch 2048.jpg

Selbstbehandlung durch Akupressur

1986 hatte ich meine Naturheilpraxis gerade einmal zwei Jahre lang betrieben, aber mein erstes Buch, „Notfallmedizin für die Naturheilpraxis“, war bereits erschienen. Dabei hatte ich festgestellt, dass mir das Schreiben erstaunlich leicht fiel, einschließlich der Aufgabe, ein umfangreiches Thema verständlich zu gliedern und aufzubereiten. Allerdings schrieb ich damals noch alles von Hand. Eine Schreibmaschine hatte ich nie besessen, und so gingen meine Manuskriptseiten anschließend an eine professionelle Schreibkraft, die sie gegen Bezahlung abtippte. Das war damals völlig normal. 

     Um meine Praxis bekannter zu machen, kam ich auf die Idee, einen Patientenratgeber zu schreiben. Da ich den Begriff Naturheilkunde schon immer wörtlich nahm und mit Esoterik nichts anfangen konnte, entschied ich mich für Akupressur, bei der bestimmte Körperstellen durch Fingerdruck stimuliert werden. Die Fotos, auf denen die Lage der Druckpunkte gezeigt wurde, machte ich mit meiner Frau als Modell.

     Ein Vierteljahrhundert später meldete sich der Verlag erneut und fragte, ob ich das Buch für eine Neuauflage überarbeiten könnte. Diesmal nahm ich auch die inzwischen entwickelte elektrische Stimulation der Akupressurpunkte auf und fotografierte sämtliche Abbildungen neu. Als Modell stand mir nun meine Tochter zur Verfügung, inzwischen promovierte Ärztin. Ich erklärte ihr damals, dass ich fest damit rechnete, in weiteren 25 Jahren die nächste Auflage mit meiner Enkelin bebildern zu können. Die dafür notwendigen Vorbereitungen wurden von ihrer Seite bislang allerdings nicht getroffen.

​

Sprachen: Deutsch, Rumänisch, Slowakisch, Litauisch, Russisch

ISBN: 978-3-85068-829-1, Ennsthaler-Verlag, Österreich, 1986, zahlreiche Auflagen, Titel ab 2009 „Akupressur und Elektro-Akupunktur“​

24-Notfallmedizin 2048.jpg

Notfallmedizin für die Naturheilpraxis

Mit diesem Buch fing alles an. Als Heilpraktiker hatte ich eine Ausbildung zum Rettungssanitäter und viele Jahre praktischer Erfahrung im Rettungsdienst beim Roten Kreuz in Berlin hinter mir. Deshalb wurde ich gebeten, für Berufskollegen regelmäßig Fortbildungen über medizinische Notfälle in der Naturheilpraxis zu veranstalten. Dabei ging es nicht nur um Vorträge, sondern vor allem um praktische Übungen: Wiederbelebung, Herzdruckmassage, Beatmung, stabile Seitenlage und vieles andere, das im Ernstfall beherrscht werden musste. 

     Zur Vorbereitung schrieb ich mir ein Manuskript, das allerdings ziemlich schnell ein erstaunliches Eigenleben entwickelte. Es wurde immer umfangreicher, weit über das hinaus, was ich für die Workshops eigentlich brauchte. Und immer häufiger fragten mich die Teilnehmer, ob sie eine Kopie davon bekommen könnten. Spezielle Notfallliteratur für Heilpraktiker gab es damals nämlich nicht. Irgendwann wurde mir klar, dass ich da eigentlich schon ein Buch geschrieben hatte, ohne es zu merken. Also bot ich das vervollständigte und überarbeitete Manuskript einem Verlag an.

     Was ich damals nicht ahnte: Mit diesem Schritt würde ich mein gesamtes Berufsleben verändern. Schon wenige Jahre später gab ich meine Praxis auf, um mich ganz dem Schreiben zu widmen. Eine Entscheidung, die ich bis heute nicht bereut habe, denn für mich gibt es kaum eine schönere Möglichkeit, Wissen weiterzugeben. 

Dass ich diesen Weg einschlagen konnte, verdanke ich allerdings ganz wesentlich meiner Frau Rosalinda. Sie sorgte mit ihrer Berufstätigkeit für das regelmäßige Einkommen, auf das eine Familie mit Kindern angewiesen ist, während ich mich als Autor etablierte. Inzwischen sind wir seit fast 48 Jahren verheiratet, und aus unseren beiden Kindern sind inzwischen zwei großartige Ärzte geworden. Vielleicht hat mein fortwährendes großes Interesse an medizinischen Zusammenhängen ja ein wenig dazu beigetragen.

 

Internistische Notfälle, chirurgische Notfälle, Komplikationen bei Injektion und Akupunktur, Sicherung der Vitalfunktionen

 

ISBN: 3-925367-94-2, Sommer-Verlag, Teningen, 1985, 146 S., vier Auflagen

bottom of page