Tubuslinsen-Vergleichstest
- Daniel Knop
- vor 6 Tagen
- 25 Min. Lesezeit
Raynox DCR 150
Schneider Kreuznach Componon 210
Novoflex Micro Tube
sowie eine chinesische ITL-200-Kopie

Eine Tubuslinse ist das optische Bauteil, das die Arbeit mit unendlich korrigierten Mikroskopobjektiven überhaupt erst ermöglicht. Solche Objektive erzeugen nicht ein direktes Bild, sondern geben ein parallel verlaufendes Lichtbündel ab. Die Tubuslinse sammelt dieses parallele Licht und projiziert es auf den Kamerasensor – erst dadurch entsteht ein sichtbares Bild.
Vereinfacht gesagt bestimmt das Mikroskopobjektiv Auflösung und numerische Apertur, während die Tubuslinse festlegt, wie diese Information auf den Sensor übertragen wird. Ihre Brennweite definiert den nominellen Abbildungsmaßstab, und ihre optische Qualität beeinflusst maßgeblich Kontrast, Bildfeldhomogenität und die Stabilität der Abbildung bis in die Randbereiche – insbesondere bei großen Sensoren und hohen NA-Werten. Damit ist die Tubuslinse ein qualitätsentscheidendes Bauteil, und darum soll dieser Vergleichstest auch dazu beitragen, Tubuslinsen generell etwas besser zu verstehen.
Wie gut eine Tubuslinse in der Praxis wirklich ist, zeigt sich nicht auf dem Datenblatt, sondern im Zusammenspiel mit einem bestimmten Objektiv, einer Kamera und einem realen Aufnahme-Setup. Genau dieses Zusammenspiel stand im Mittelpunkt der folgenden Untersuchung.
Getestet wurden vier unterschiedliche Tubuslinsen, die alle mit demselben Mikroskopobjektiv betrieben wurden: einem HLB Plan Apo 20x. Lediglich bei einer Tubuslinse wurde anschließend noch ein weiterer Versuch mit einem HLB Plan Apo 50x gefahren, weil der vorausgegangene Test sehr knapp ausgefallen war. Als Kamera kam in allen Fällen eine Canon R3 zum Einsatz. Ziel war es nicht, die Linsen unter idealisierten Laborbedingungen zu vergleichen, sondern herauszufinden, bei welchem Auszug sie in der fotografischen Praxis ihre beste Abbildungsleistung zeigen und diese vier Einzelergebnisse anschließend einander gegenüberzustellen.
Ein wichtiger Punkt dabei: Tubuslinsen sind zwar für eine bestimmte Brennweite spezifiziert, in der Praxis liegt der optimale Abstand zwischen Tubuslinse und Kamerasensor, der sogenannte Sweet Spot, jedoch häufig nicht exakt bei diesem Nennwert. Die physikalischen Hintergründe dafür erläutere ich im Verlauf des Textes.
Aus diesem Grund wurde jede der zu testenden Tubuslinsen zunächst mit mehreren unterschiedlichen Auszugslängen betrieben. Erst nachdem für jede Linse dieser „Sweet Spot“ ermittelt war – also die Auszugslänge, bei der Schärfe, Kontrast, Farbkorrektur und Bildfeldhomogenität in Kombination mit dem betreffenden Objektiv (bzw. seinem NA-Wert) am besten ausbalanciert sind –, erfolgte der eigentliche Vergleich zwischen den Linsen.
Der Versuchsaufbau war für alle Aufnahmen identisch. Fotografiert wurde auf einem horizontalen Focus-Stacking-Aufbau, bei dem die Fokusverlagerung ausschließlich über den Kamera-Lineartisch erfolgte. Zum Einsatz kam ein Novoflex Castel Micro. Jede Aufnahme besteht aus einem Focus Stack von 100 Einzelbildern, die anschließend mit Helicon Focus verrechnet wurden.

Als Testmotiv diente ein planarer Halbleiter-Wafer. Seine extrem feinen, kontrastreichen Strukturen und seine Ebenheit machen ihn besonders geeignet, Unterschiede in Auflösung, Kontrast, chromatischer Korrektur und Bildfeldgleichmäßigkeit sichtbar zu machen – gerade in den Rand- und Eckbereichen des Sensors.
Die Beleuchtung blieb über alle Serien hinweg unverändert: Zwei Godox SL60W Studio-LEDs strahlten über einen großen, glockenförmigen Diffusor auf das Objekt. Dadurch war sichergestellt, dass Unterschiede in der Bildqualität tatsächlich auf die optischen Eigenschaften der Tubuslinsen zurückzuführen sind – und nicht auf wechselnde Lichtverhältnisse.

Auf dieser Grundlage werden im Folgenden die vier Tubuslinsen miteinander verglichen. Die Bewertung erfolgt jeweils getrennt für das Bildzentrum, das erweiterte Zentrum, die Randzonen und die Bildecken – und zwar jeweils bei der Auszugslänge, bei der die betreffende Linse ihre beste Leistung gezeigt hat.
Warum liegt der Sweet Spot oft unterhalb der nominellen Tubuslänge?
Zunächst etwas Theorie, denn hier liegt eine Erkenntnis, die in der praktischen Arbeit mit hohen NA-Werten sehr hilfreich sein kann.
Wer mit unendlich korrigierten Mikroskopobjektiven arbeitet, stößt sehr schnell auf eine scheinbar eindeutige Regel: Ist ein Objektiv für eine 200-mm-Tubuslinse gerechnet, muss der Abstand zwischen Tubuslinse und Kamerasensor ebenfalls 200 Millimeter betragen. Alles andere erscheint zunächst wie eine Abweichung vom Ideal oder gar ein Fehler im Aufbau. Diese Vorstellung ist weit verbreitet und absolut verständlich – sie greift jedoch zu kurz.
Tatsächlich beschreibt die Brennweitenangabe einer Tubuslinse zunächst nur einen geometrischen Zusammenhang: Sie legt fest, bei welchem Abstand zwischen Tubuslinse und Kamerasensor der nominelle Abbildungsmaßstab erreicht wird – also die Vergrößerung, die auf dem Objektiv angegeben ist. Sie sagt jedoch nichts darüber aus, bei welcher Auszugslänge die Abbildung optisch am ausgewogensten ist. Genau hier liegt der Kern des Missverständnisses: Abbildungsmaßstab und maximale Bildqualität entstehen nicht zwangsläufig bei der gleichen Auszugslänge!
In der theoretischen Idealvorstellung verlässt ein perfekt paralleles Lichtbündel das unendlich korrigierte Mikroskopobjektiv und wird anschließend von einer idealen Tubuslinse ohne jegliche Fehler auf den Sensor projiziert. In der realen Fotografie existieren solche idealen Komponenten jedoch nicht; jede Tubuslinse ist ein Kompromiss aus unterschiedlichen Korrekturen, und selbst sehr hochwertige Modelle müssen mit unvermeidlichen Restfehlern umgehen. Diese Restfehler sind immer um so stärker, je dichter die Linse am Rand durchdrungen wird.
Besonders kritisch sind jene Lichtstrahlen, die unter großem Winkel zur optischen Achse verlaufen und dabei gleichzeitig weiter außen durch die Tubuslinse geführt werden. Diese Strahlen tragen wesentlich zur feinen Detailauflösung bei, beanspruchen aber die optische Korrektur der Linse am stärksten und reagieren daher besonders empfindlich auf kleinste Restfehler im System.

Wie stark sich dieser Effekt bemerkbar macht, hängt vor allem davon ab, wie steil diese Lichtstrahlen sind. Das wiederum wird in erster Linie durch die numerische Apertur des verwendeten Mikroskopobjektivs bestimmt: Objektive mit geringer numerischer Apertur liefern vergleichsweise flache Strahlenkegel, die für die Tubuslinse leicht zu handhaben sind. Bei hochauflösenden Objektiven mit großer numerischer Apertur hingegen treffen sehr steile Randstrahlen auf die Tubuslinse – und genau diese stellen die höchsten Anforderungen an ihre Korrekturleistung. Der Abbildungsmaßstab spielt dabei nur eine indirekte Rolle: Höhere Vergrößerungen gehen häufig, aber nicht zwingend, mit höheren numerischen Aperturen einher. Entscheidend ist nicht die Zahl auf dem Objektiv, sondern wie „steil“ das Licht tatsächlich durch das System läuft.
Wird der nominelle Auszug vollständig ausgeschöpft – verwenden wir also eine Distanz zwischen Kamerasensor und Tubuslinse entsprechend ihrer Brennweite –, arbeitet das System in einem Grenzbereich. Die Tubuslinse nutzt ihren Bildkreis dann maximal aus, und auch die schräg einfallenden Randstrahlen werden vollständig in die Bildentstehung einbezogen. Genau in diesem Moment treten die unvermeidlichen Restfehler am deutlichsten zutage. Man muss sich vor Augen halten, dass jede Linse im Zentrum ihre beste Leistung zeigt und ihre Abbildungsfehler zum Rand hin zunehmen.
Das äußert sich nicht in spektakulären Verzerrungen, sondern in subtileren Effekten: einem leicht nachlassenden Mikrokontrast, einer geringeren Ruhe in den Randbereichen oder gelegentlich auch in minimalen Farbverschiebungen. Das Mikroskopobjektiv selbst arbeitet dabei völlig korrekt – es ist die Tubuslinse, die nun insbesondere im Randbereich bis an ihre praktische Belastungsgrenze geführt wird. Doch, wie gesagt, das passiert nur bei hohen NA-Werten des Objektivs. Bei einem geringen NA-Wert, z. B. Mitutoyo M Plan Apo 5x mit NA 0,14, ist dieser Effekt kaum zu beobachten.
Wird der Abstand zwischen Tubuslinse und Sensor hingegen geringfügig verkürzt, verändert sich die Situation grundlegend. Der Abbildungsmaßstab sinkt nur moderat, gleichzeitig arbeitet die Tubuslinse in einem optisch deutlich weniger kritischen Bereich. Die steilsten und fehleranfälligsten Randstrahlen tragen weniger stark zur Abbildung bei, weil der effektiv genutzte Bildkreis kleiner wird. Dadurch nehmen die sichtbaren Abbildungsfehler überproportional ab. Das Ergebnis ist häufig eine ruhigere Abbildung mit höherem Mikrokontrast, besserer Gleichmäßigkeit über das Bildfeld und stabileren Ecken. Dieser Bereich, in dem sich Abbildungsmaßstab, Strahlengang und die unvermeidlichen Grenzen realer Optik am günstigsten ausbalancieren, wird als Sweet Spot wahrgenommen. Er ist kein Zufallsprodukt und kein Zeichen einer falsch gerechneten Tubuslinse, sondern eine systematische Eigenschaft realer optischer Aufbauten.
Besonders deutlich tritt dieser Effekt bei hochauflösenden Mikroskopobjektiven mit großer numerischer Apertur zutage, da sie die Tubuslinse wesentlich stärker fordern als Systeme mit geringerer Apertur. Bei Objektiven mit niedriger NA – etwa unter 0,25 – ist der Sweet-Spot-Effekt der Tubuslinse meist kaum wahrnehmbar. Im Bereich zwischen etwa 0,30 und 0,45 tritt er fast immer deutlich zutage, und bei sehr hohen numerischen Aperturen ab etwa 0,50 ist die nominelle Tubuslänge nur noch selten die Einstellung mit der besten Bildqualität. Was bei niedrigen Vergrößerungen kaum auffällt, wird bei höheren klar sichtbar. Darum habe ich für diesen Test nicht ein 5x- oder 10x-Objektiv eingesetzt, sondern mit einem 20x-Objektiv und einem NA-Wert von 0,42 gearbeitet, in einem Fall anschließend auch noch mit einem 50x mit NA 0,55, um das Ergebnis deutlicher ausfallen zu lassen.
Für die praktische Arbeit beim Focus Stacking mit Mikroskopobjektiven bedeutet das: Die rechnerisch korrekte Tubuslänge ist nicht automatisch die beste Einstellung, sondern lediglich die Voraussetzung, um die nominelle Vergrößerung zu erreichen, die auf dem Objektiv angegeben ist. In industriellen Anwendungen, etwa beim Einsatz metallurgischer Objektive, kann genau dieser Maßstab entscheidend sein – mitunter wichtiger als die letzte Nuance an Bildqualität. Wer jedoch die bestmögliche Abbildungsqualität erzielen möchte, sollte den Auszug bei höheren NA-Werten bewusst leicht reduzieren. Der damit verbundene geringe Verlust an Bildgröße lässt sich später problemlos durch Hochskalieren kompensieren. Gerade beim Focus Stacking mit Kleinbild-Vollformatsensoren ist dieser Unterschied oft entscheidend. Der Sweet Spot markiert hier nicht einen Verzicht auf Leistung, sondern den Punkt, an dem das gesamte optische System am überzeugendsten arbeitet.

Das erklärt auch eine Erfahrung, die viele Praktiker teilen: Die Arbeit mit einem 5x-Objektiv ist vergleichsweise unkompliziert, mit einem 10x-Objektiv bereits anspruchsvoller, bei 20x deutlich fordernd und bei 50x oder gar 100x eine Aufgabe für sehr Erfahrene. Mit steigender numerischer Apertur liefert das Objektiv zunehmend steilere Strahlenkegel. Dadurch werden die optischen Toleranzen enger, und sowohl Objektiv als auch Tubuslinse müssen deutlich präziser zusammenarbeiten. Jede stärkere Nutzung randnaher Strahlenbereiche macht das Gesamtsystem empfindlicher gegenüber kleinsten Abweichungen und Restfehlern.
Auf diesen Zusammenhang wies bereits vor einigen Jahren der US-amerikanische Objektivexperte Robert O’Toole (www.closeuphotography.com) hin, der leider viel zu früh verstarb. Er empfahl, die Tubuslinse Raynox DCR-150 in Kombination mit Mitutoyo M Plan Apo-Objektiven nicht mit dem nominellen Auszug von 200 oder 208 Millimetern zu betreiben, sondern den Auszug auf etwa 145 Millimeter zu reduzieren. In dieser Konfiguration beobachtete er eine sichtbar höhere Abbildungsqualität. Dieser empirisch begründete Rat ist auch heute noch absolut zutreffend – sein Nutzen hängt allerdings, wie oben erläutert, entscheidend von der Höhe der numerischen Apertur des verwendeten Objektivs ab.

Warum ist das beim Mikroskop anders?
An diesem Punkt stellt sich eine naheliegende Frage: Warum käme bei klassischen Mikroskopen eigentlich niemand auf die Idee, den Tubus zu verkürzen, um eine bessere Abbildungsqualität zu erzielen? Die Antwort ist überraschend einfach: Am Mikroskop betrachten wir nicht eine große, rechteckige Sensorfläche, sondern erzeugen eine vergleichsweise kleine, runde Abbildung. Genutzt wird im Wesentlichen nur das Zentrum des Bildkreises. Fehlerbehaftete Randbereiche spielen praktisch keine Rolle, weil sie gar nicht sichtbar werden.
Genau deshalb konnten viele klassische Objektive für Labormikroskope konsequent auf Leistung im Bildzentrum hin gerechnet werden, ohne Rücksicht auf randständige Abbildungsfehler. Beispiel dafür sind auf zentrale Bildschärfe optimierte Planapochromate. Diese Fehler existieren durchaus, sie liegen aber außerhalb des genutzten Bildfelds und bleiben daher unsichtbar. Das ist auch der Grund, warum viele solcher Objektive an Kleinbild-Vollformatsensoren nur eingeschränkt oder gar nicht einsetzbar sind: Sie wurden nie dafür konzipiert, einen so großen Bildkreis fehlerfrei wiederzugeben.

Beim Focus Stacking mit Kamerasensoren ist die Situation grundlegend anders. Hier erzeugen wir ein rechteckiges Bild, dessen Randzonen weit über das hinausreichen, was im klassischen Mikroskopbetrieb genutzt wird. Ein gutes Beispiel sind die Mitutoyo-M-Plan-Objektive, für die je nach Quelle ein Bildkreisdurchmesser von etwa 26 bis 30 Millimetern angegeben wird. Ein Kleinbild-Vollformatsensor nutzt jedoch eine Diagonale von rund 43 Millimetern. Damit greifen wir zwangsläufig auf Randbereiche der Optik zu, die im ursprünglichen Einsatz nie sichtbar waren. Abbildungsfehler von Objektiv und Tubuslinse werden hier nicht mehr kaschiert, sondern gnadenlos abgebildet.
Genau an diesem Punkt wird der Sweet Spot so wichtig. Durch einen leicht verkürzten Auszug reduzieren wir die Beanspruchung dieser kritischen Randzonen, ohne nennenswert an effektiver Bildinformation zu verlieren. Was am Mikroskop durch die begrenzte Bildgröße automatisch geschieht, müssen wir beim Focus Stacking mit großen Sensoren und hohem NA-Wert bewusst durch die Wahl der Auszugslänge steuern. Der Sweet Spot ist damit kein theoretisches Konstrukt, sondern die praktische Antwort auf die Frage, wie man hochauflösende Mikroskopobjektive sinnvoll mit modernen Kamerasensoren kombiniert.
Leider gibt es dafür keine einfache Faustregel, die immer funktioniert. Beginnen Sie Ihre Aufnahmen ruhig mit dem nominellen Auszug – also mit dem Abstand zwischen Tubuslinse und Sensor, der ihrer Brennweite entspricht. Das ist ein guter Ausgangspunkt. Wenn Sie jedoch mit Objektiven hoher numerischer Apertur arbeiten, lohnt es sich fast immer, anschließend ein wenig zu experimentieren: Nehmen Sie ein oder zwei zusätzliche Bildserien mit leicht verkürztem Auszug auf und vergleichen Sie die Ergebnisse in Ruhe am Bildschirm.
Oft zeigt sich dabei, dass die Abbildung plötzlich etwas „aufatmet“: feine Strukturen wirken klarer, Kontraste stabiler, Randbereiche ruhiger. Gerade wenn ein hochaperturiges Objektiv zunächst zickig erscheint oder sich im Stack schwer beherrschen lässt, kann ein moderat verkürzter Auszug überraschend oft der entscheidende Schritt in die richtige Richtung sein.
Behalten Sie dabei allerdings im Hinterkopf, dass solche Sweet-Spot-Werte keine allgemeingültigen Rezepte sind. Die im Folgenden ermittelten optimalen Auszugslängen gelten jeweils nur für die konkrete Kombination aus Objektiv und Tubuslinse, die hier getestet wurde. Jede andere Kombination ist ein neues kleines Experiment – und genau darin liegt auch ein Teil des Reizes dieser Art von Fotografie.
Die folgende Beurteilung basiert jeweils auf dem vollständig ausgewerteten Bild.
Für die Analyse wurden Zentrum, Randzonen und Ecken berücksichtigt. In der Darstellung werden hier jedoch aus Platzgründen ausschließlich zentrale Bildausschnitte gezeigt, damit feine Unterschiede in Schärfe, Mikrokontrast und Strukturstabilität trotz der Vierer-Anordnung gut erkennbar bleiben. Die gezeigten Ausschnitte sind somit illustrativ, nicht maßgeblich für die Bewertung.
Ermittlung des optimalen Auszugs bei
numerischer Apertur NA 0,42
Raynox DCR-150 (nominell 208 mm)
Getestete Auszüge: 140 / 160 / 180 / 208 mm
140 mm: sichtbar unterfordert, geringer Mikrokontrast
160–180 mm: deutlich ausgewogenste Abbildung, ruhiges Bildfeld
208 mm: höhere Vergrößerung, aber gewisser Abfall in Rand und Ecken
→ Sweet Spot: 160–180 mm

Über alle getesteten Auszüge hinweg zeigt sich im Zentrum ein klarer, in sich schlüssiger Verlauf. Beim nominellen Auszug von 208 mm wirkt die Raynox selbst im Bildzentrum sichtbar überfordert: Zwar bleibt die formale Auflösung hoch, doch der Mikrokontrast ist reduziert, feine Strukturen wirken leicht spröde, und das Bild hat insgesamt einen subtil „angespannten“ Charakter. Es fehlt an Ruhe und innerer Geschlossenheit, homogene Flächen erscheinen etwas nervös. Diese Effekte betreffen nicht die reine Schärfe, sondern die Stabilität der Tonwerte und der lokalen Kontraste.
Eine Verkürzung des Auszugs auf 180 mm führt unmittelbar zu einer klar sichtbaren Entlastung im zentralen Strahlenbündel. Der Mikrokontrast steigt, Kanten wirken ruhiger und stabiler, die Abbildung gewinnt an Geschlossenheit. Der grundsätzliche Charakter der Raynox – etwas weniger kontrastreich und „griffig“ als hochwertige Tubuslinsen – bleibt zwar erhalten, doch das Bild wirkt deutlich weniger angestrengt. Dieser Schritt bringt bereits einen spürbaren Qualitätsgewinn.
Bei etwa 160 mm Auszug behält die Raynox ihr Gleichgewicht im Zentrum. Schärfe, Mikrokontrast und Strukturstabilität sind hier noch überzeugen ausbalanciert. Feine Details werden noch immer konsistent wiedergegeben, Tonwertübergänge erscheinen ruhig, und das Bild vermittelt insgesamt den Eindruck optischer „Entspannung“.
Wird der Auszug weiter auf 140 mm reduziert, kippt dieses Gleichgewicht. Die Abbildung wird nicht dramatisch schlechter, verliert aber an Prägnanz und Lebendigkeit. Der sinkende Abbildungsmaßstab überwiegt nun den optischen Gewinn, feine Strukturen wirken etwas flacher, und das Bild büßt an Spannung ein. In diesem Bereich ist die Linse faktisch unterfordert.
In der Gesamtschau zeigt die Raynox DCR-150 damit ein ausgeprägt NA-abhängiges Verhalten, das sich selbst im reinen Bildzentrum deutlich bemerkbar macht. Sie profitiert stärker als jede der anderen getesteten Lösungen von einer Auszugsverkürzung, erreicht jedoch selbst im Sweet Spot lediglich eine solide, nicht herausragende zentrale Abbildungsleistung.
Chinesische ITL-200-Kopie
Getestete Auszüge: 120 / 140 / 160 / 180 / 200 mm
120–140 mm: stabil, aber begrenzte Auflösung
160 mm: bestes Gleichgewicht aus Schärfe und Feldruhe
≥180 mm: rascher Qualitätsabfall, instabile Ränder
→ Sweet Spot: ca. 160 mm

Über alle getesteten Auszugslängen hinweg zeigt sich ein konsistentes und gut nachvollziehbares Bild. Beim nominellen Auszug von 200 mm wirkt die Linse bereits im zentralen Bildbereich sichtbar überfordert: Zwar bleibt die formale Auflösung hoch, doch Mikrokontrast und strukturelle Ruhe nehmen deutlich ab. Feine Details verlieren an Präzision, die Abbildung wirkt insgesamt angestrengt, und die Grenzen der optischen Korrektur werden trotz umfangreichen Focus-Stackings klar erkennbar.
Eine moderate Verkürzung des Auszugs auf 180 mm führt zu einer spürbaren Entlastung der Optik. Kontrast und Strukturstabilität nehmen zu, das Bild wirkt ruhiger und homogener, ohne die grundsätzlichen Limitierungen der Linse vollständig zu überwinden. Erst bei weiter reduziertem Auszug um etwa 160 mm erreicht die Linse ihr bestmögliches Gleichgewicht im zentralen Strahlenbündel: Zentrumsschärfe, Mikrokontrast und Bildruhe sind hier am ausgewogensten, die Abbildung erscheint kontrolliert und reproduzierbar. Wird der Auszug noch weiter verkürzt (140 mm), kippt dieses Gleichgewicht erneut – die Optik ist nun erkennbar unterfordert, der Abbildungsmaßstab sinkt stärker, als es der geringe Zugewinn an Bildqualität rechtfertigt, und das Bild verliert an Lebendigkeit.
In der Gesamtschau zeigt die chinesische ITL-200-Kopie damit ein stark NA-abhängiges Verhalten mit sehr begrenzten Korrekturreserven, die sich bereits im zentralen Bildbereich bemerkbar machen. Sie profitiert stärker als jede der anderen getesteten Lösungen von einer deutlichen Auszugsverkürzung, erreicht jedoch selbst im Sweet Spot lediglich eine solide, nicht herausragende Abbildungsleistung. Entscheidend ist dabei: Die beobachteten Defizite sind keine Artefakte des Focus-Stackings. Trotz 100 Einzelaufnahmen bleiben Kontrastverluste, eine reduzierte strukturelle Stabilität und eine gewisse optische Unruhe sichtbar – klare Hinweise auf reale, systemische Einschränkungen der Optik, die sich rechnerisch nicht kompensieren lassen.
Die Linse erweist sich damit als funktional und für einfache, zentrische Anwendungen durchaus nutzbar. Gleichzeitig zeigt sie sehr deutlich die Grenzen einer nicht vollständig auskorrigierten Tubuslinse, sobald hohe numerische Aperturen eingesetzt werden – selbst dann, wenn ausschließlich der zentrale Bildbereich beurteilt wird.
Novoflex (nominell 200 mm)
Getestete Auszüge: 180 / 200 mm (der starre Tubus des Micro Tube ermöglichte keine Auszugsvariation, doch die Linse wurde nur mit der vorderen Tubushälfte betrieben, die am Balgengerät Novoflex Balpro 1 montiert war, das 20 mm Verfahrweg ermöglichte)
180 mm: nahezu gleiche Zentrumsschärfe wie bei 200 mm, im Gesamtbild etwas homogenere Feldleistung, aber sehr geringer Gewinn durch verkürzten Auszug
200 mm: maximale Vergrößerung, Rand- und Eckleistung einen Hauch stärker angestrengt
→ Sweet Spot: ca. 180 mm

Bei der Novoflex-Tubuslinse zeigt sich der Einfluss einer verkürzten Auszugslänge deutlich NA-abhängig. In Kombination mit dem HLB Plan Apo 20x (NA 0,42) unterscheiden sich die Abbildungen bei 200 mm und 180 mm Auszug nur minimal; ein klarer qualitativer Vorteil des verkürzten Auszugs im zentralen Bildbereich ist hier nicht erkennbar. Beim Einsatz des HLB Plan Apo 50x (NA 0,55) wird der Effekt dagegen deutlicher: Bei 180 mm Auszug wirkt die Abbildung etwas ruhiger und kontrastreicher, während der nominelle Auszug von 200 mm die Tubuslinse sichtbar stärker optisch fordert. Damit bestätigt sich auch bei der Novoflex, dass der Sweet-Spot-Effekt weniger von der Tubuslinse selbst als vom NA-Niveau des eingesetzten Objektivs bestimmt wird.
Schneider Kreuznach Componon 210
Getestete Auszüge: 140 / 160 / 180 / 210 mm
140 mm: sauber, aber sichtbar unterfordert
160 mm: sehr gute Gesamtleistung
180 mm: bestes Verhältnis aus Schärfe, Kontrast und Feldhomogenität
210 mm: kein Qualitätsgewinn, leichte Verschlechterung
→ Sweet Spot: ca. 180 mm

Die Schneider Kreuznach Componon 210 zeigt ein bemerkenswert konsistentes und zugleich sehr aufschlussreiches Verhalten über die getesteten Auszugslängen hinweg.
Beim nominellen Auszug von 210 mm arbeitet die Linse im Zentrum bereits auf sehr hohem Niveau. Die formale Auflösung ist exzellent, feine Strukturen sind sauber getrennt, und das Bild wirkt insgesamt ruhig und stabil. Dennoch zeigt sich – im direkten Vergleich mit kürzeren Auszügen – eine leichte Zurückhaltung im Mikrokontrast. Das Bild ist korrekt und sauber, aber minimal weniger „griffig“, als es das optische Potenzial der Linse eigentlich zulässt. Von Überforderung kann hier keine Rede sein, eher von einer noch nicht ganz optimalen Ausbalancierung.
Eine Verkürzung auf 180 mm führt zu einer klar wahrnehmbaren Verbesserung genau dieser Aspekte. Der Mikrokontrast steigt sichtbar, Kanten wirken präziser definiert, und die feinen Texturen innerhalb der Metallflächen erscheinen strukturierter und stabiler. Die Abbildung gewinnt an Präsenz, ohne an Ruhe zu verlieren. Dieser Auszug vermittelt erstmals eindeutig den Eindruck, dass Linse, Objektiv und Sensor in einem besonders günstigen Gleichgewicht arbeiten.
Bei 160 mm Auszug bleibt die Abbildungsqualität sehr hoch, verändert ihren Charakter jedoch leicht. Die Darstellung ist weiterhin extrem sauber und ruhig, wirkt aber einen Hauch weniger kontrastbetont als bei 180 mm. Die Unterschiede sind subtil und bewegen sich klar innerhalb eines sehr hohen Qualitätsniveaus, deuten aber darauf hin, dass die Linse hier bereits leicht unterfordert ist. Der Gewinn an optischer Entlastung wird nun zunehmend durch den sinkenden Abbildungsmaßstab erkauft.
Wird der Auszug weiter auf 140 mm reduziert, ist dieser Effekt deutlicher. Die Abbildung bleibt korrekt und scharf, verliert jedoch an innerer Spannung. Feine Strukturen wirken etwas flacher, der Mikrokontrast nimmt leicht ab, und das Bild erscheint insgesamt weniger „lebendig“. Anders als bei der Raynox ist dies kein Hinweis auf optische Schwächen, sondern im Gegenteil ein Zeichen dafür, dass die Schneider-Linse in diesem Bereich deutlich unter ihrem optimalen Arbeitsfenster betrieben wird.
In der Gesamtschau zeigt die Schneider Kreuznach Componon 210 ein außergewöhnlich stabiles, gutmütiges Verhalten, selbst bei Auszugslängen nahe der Nennbrennweite. Anders als bei der chinesischen ITL-Kopie oder der Raynox ist hier keine Überforderung erkennbar, sondern lediglich eine feine Verschiebung des optimalen Gleichgewichts. Der Sweet Spot liegt klar um etwa 180 mm, wo sich Mikrokontrast, Strukturstabilität und Bildruhe im Zentrum am überzeugendsten vereinen.
Entscheidend ist dabei: Die Unterschiede zwischen den Auszugslängen sind bei der Schneider-Linse deutlich feiner und subtiler als bei einfacheren Lösungen. Dass sie dennoch klar sichtbar bleiben – trotz identischer, zentrischer Bildausschnitte und trotz tiefem Focus-Stacking – spricht für die hohe optische Qualität der Linse. Sie reagiert sensibel auf Änderungen im Strahlengang, ohne jemals instabil oder angestrengt zu wirken. Genau diese Souveränität unterscheidet sie fundamental von den einfacheren Tubuslinsen im Test.
Vergleich der vier Tubuslinsen
Erst auf Basis dieser individuell ermittelten Sweet-Spot-Einstellungen erfolgt im nächsten Abschnitt die direkte vergleichende Bewertung der vier Tubuslinsen, natürlich mit dem selben Objektiv.
Damit sind die Voraussetzungen für einen fairen Vergleich geschaffen. Jede der vier Tubuslinsen wurde in dem Auszug gewertet, bei dem sie im vorangegangenen Test ihre jeweils beste Abbildungsleistung gezeigt hat. Alle folgenden Beurteilungen beziehen sich ausschließlich auf diese Sweet-Spot-Konfigurationen.
Im nun folgenden Vergleich geht es daher nicht mehr um die Frage, bei welchem Abstand eine Tubuslinse am besten arbeitet, sondern um ihre reale Abbildungsqualität unter optimalen Bedingungen. Verglichen werden Zentrum, erweitertes Zentrum, Randzone und Ecken – jeweils auf Basis identischer Aufnahmeparameter und desselben optischen Aufbaus.
Den Anfang macht die Raynox DCR-150, ein kompaktes, ursprünglich als Nahlinse entwickeltes Zubehör, das in der Makrofotografie häufig als preiswerte Tubuslinse eingesetzt wird. Anschließend folgen eine chinesische ITL200-Kopie, die Novoflex-Tubuslinse des Micro-Tube und schließlich das alte Vergrößerer-Objektiv Schneider Kreuznach Componon 210 in Inversstellung.
HLB Plan Apo 20x; jeweils optimaler Auszug; identischer Prüfaufbau
Getestete Konfigurationen:
Raynox DCR-150 (≈208 mm) → optimal bei 160–180 mm (hier 180 mm)
Chinesische ITL-200-Kopie → optimal bei 160 mm
Novoflex 200 mm → optimal bei 180 mm
Schneider Kreuznach Componon 210 → optimal bei 180–210 mm (180 mm Sweet Spot)
1. Zentrum (Bildmitte)

Raynox DCR-150
Sehr hohe nominelle Auflösung
Feinstrukturen sauber getrennt
Minimal reduzierter Mikrokontrast
Leicht „weicher“ Charakter im Vergleich zu Novoflex/Schneider
Bewertung: sehr gut
Chinesische ITL-Kopie
Hohe Auflösung im Zentrum
Kontrast sichtbar niedriger
Feinstrukturen wirken etwas „körnig“
Keine klaren Farbsäume im Zentrum
Bewertung: gut bis sehr gut
Novoflex
Sehr hoher Mikrokontrast
Kanten klar definiert
Feinstrukturen extrem stabil
Kein sichtbarer Kontrastverlust
Bewertung: exzellent
Schneider Componon 210
Ebenfalls sehr hohe Auflösung
Minimal weniger „knackig“ als Novoflex
Sehr gleichmäßige Tonwertwiedergabe
Klassisch „ruhige“ Bildwirkung
Bewertung: exzellent
Zentrum – Rangfolge
Novoflex
Schneider Componon
Raynox DCR-150
ITL-Kopie
2. Erweitertes Zentrum (≈50 % Bildradius)

Raynox DCR-150
Gute Detailwiedergabe
Erste Anzeichen von Kontrastabfall
Sehr leichte chromatische Verschiebung an hell/dunkel-Kanten
Bewertung: gut
Chinesische ITL-Kopie
Deutlich stärkerer Kontrastverlust
Feinstrukturen weniger stabil
Erste Unruhe in parallelen Leiterbahnen
Bewertung: befriedigend bis gut
Novoflex
Kaum Unterschied zum Zentrum
Kontrast und Detailtreue bleiben hoch
Linien bleiben exakt getrennt
Bewertung: exzellent
Schneider Componon 210
Sehr gleichmäßige Leistung
Etwas weniger Kontrast als Novoflex
Keine sichtbaren Farbfehler
Bewertung: sehr gut bis exzellent
Erweitertes Zentrum – Rangfolge
Novoflex
Schneider Componon
Raynox DCR-150
ITL-Kopie
3. Randzone (≈75–90 % Bildradius)

Raynox DCR-150
Klarer Abfall von Mikrokontrast
Strukturen noch aufgelöst, aber weniger stabil
Erste Anzeichen von Feldkrümmung
Bewertung: befriedigend bis gut
Chinesische ITL-Kopie
Deutlich sichtbarer Qualitätsverlust
Kontrastarmut
Linien beginnen zu „verwaschen“
Bewertung: ausreichend bis befriedigend
Novoflex
Sehr gute Detailtreue
Kontrast bleibt überraschend hoch
Nur minimaler Abfall gegenüber Zentrum
Bewertung: sehr gut
Schneider Componon 210
Gleichmäßige Abbildung
Leicht geringerer Kontrast als Novoflex
Sehr saubere Linien ohne Farbfehler
Bewertung: sehr gut
Randzone – Rangfolge
Novoflex
Schneider Componon
Raynox DCR-150
ITL-Kopie
4. Ecken (äußerster Bildbereich)

Raynox DCR-150
Deutlicher Abfall von Schärfe und Kontrast
Strukturen noch erkennbar, aber weich
Deutliche Feldkrümmung; trotz tiefem Focus-Stack bleiben Randbereiche sichtbar weicher und kontrastärmer als das Zentrum.
Bewertung: ausreichend
Chinesische ITL-Kopie
Starker Schärfeverlust
Kontrastarm
Teilweise unruhige Abbildung
Bewertung: grenzwertig
Novoflex
Ecken gut kontrolliert
Hier nicht deutlich besser als Raynox
Kontrastverlust
Bewertung: gut
Schneider Componon 210
Sehr saubere Eckabbildung
Deutlich „knackiger“ als Novoflex
Sehr homogen, wenig Artefakte
Bewertung: gut bis sehr gut
Ecken – Rangfolge
Schneider Componon
Novoflex
Raynox DCR-150
ITL-Kopie
Gesamteinordnung
Platz 1: Novoflex
Referenz-Tubuslinse: Beste Kombination aus Kontrast, Feldhomogenität und Stabilität bis in die Randzone
Platz 2: Schneider Componon 210
Technisch sehr hochwertig, minimal anders gewichtetEinen Hauch weniger Kontrast, dafür extrem gleichmäßige Abbildung mit bester Stabilität bis in die äußersten Ecken, und hier sogar sichtbar besser als die Novoflex
Platz 3: Raynox DCR-150
Erstaunlich leistungsfähig für Preis und BauformSehr gut im Zentrum, aber bei hohen NA-Werten begrenzter nutzbarer Bildkreis im KB-Vollformat.
Letzter Platz: Chinesische ITL-Kopie
Funktional, aber optisch klar unterlegen, insbesondere bei hohen NA-Werten des Objektivs; Zentrum brauchbar, außerhalb schnell einbrechend – keine echte Alternative zu hochwertigen Tubuslinsen.
Die Tubuslinsen im Einzelnen
Im abschließenden Vergleich der vier Tubuslinsen zeigen sich deutliche und gut nachvollziehbare Unterschiede, die weniger im Bildzentrum als vielmehr in der Gleichmäßigkeit der Abbildung über das gesamte Bildfeld liegen. Alle getesteten Linsen sind grundsätzlich in der Lage, in Kombination mit dem HLB Plan Apo 20x scharfe Bilder zu liefern. Entscheidend ist jedoch, wie stabil diese Qualität vom Zentrum über die Randzonen bis in die Ecken aufrechterhalten wird.
An dieser Stelle möchte ich aber einen wichtigen Hinweis wiederholen: Die nachfolgende Bewertung bezieht sich nicht auf die Tubuslinsen als isolierte optische Komponenten, sondern ausschließlich auf ihre Leistungsfähigkeit in der hier getesteten Kombination – also mit dem eingesetzten Objektiv und dessen numerischer Apertur. Änderungen des Objektivtyps oder des NA-Werts können zu einer anderen Gewichtung der Ergebnisse führen.
Bei genauer Betrachtung zeigt sich, dass die Rangfolge zwischen Novoflex und Schneider Componon weniger eindeutig ist, als es eine einfache „Platz-eins-Vergabe“ vermuten ließe. Beide Lösungen bewegen sich optisch auf sehr hohem Niveau, setzen ihre Stärken jedoch an unterschiedlichen Punkten.
Das Schneider Kreuznach Componon überzeugt vor allem durch seine außerordentliche Gleichmäßigkeit über das gesamte Bildfeld. Schärfe und Kontrast bleiben bis in die Randzonen und Ecken bemerkenswert stabil, ohne dass ein deutlicher Abfall sichtbar wird. Diese Bildruhe ist keine subjektive Anmutung, sondern die direkte Folge der optischen Auslegung als Großformatobjektiv mit extrem großem Bildkreis. In der Praxis bedeutet das: Wer einen Vollformatsensor vollständig und ohne Einschränkungen ausnutzen möchte, erhält mit dem Schneider eine Abbildung, die in dieser Disziplin kaum zu übertreffen ist.
Die Novoflex-Tubuslinse setzt ihre Schwerpunkte dagegen etwas anders. Im Zentrum und im erweiterten Zentrum liefert sie einen sehr hohen Mikrokontrast und eine ausgeprägte Detailzeichnung, die Bildern eine besondere „Knackigkeit“ verleiht. Hinzu kommt eine hohe Toleranz gegenüber kleinen Abweichungen im Aufbau – etwa beim Auszug, bei minimalen Verkippungen oder bei mechanischen Imperfektionen. Diese Robustheit macht sich vor allem im praktischen Focus-Stacking-Alltag bemerkbar, in dem perfekte Laborbedingungen selten sind. Als Teil eines durchdachten Systems bietet die Novoflex zudem klare mechanische Vorteile, die zu einer hohen Reproduzierbarkeit der Ergebnisse beitragen.
Die Frage, welche Tubuslinse im direkten Vergleich „vorn liegt“, lässt sich daher nicht losgelöst vom Bewertungsmaßstab beantworten. Wird die Abbildungsqualität über das gesamte Vollformatfeld gleichmäßig gewichtet, spricht die überlegene Rand- und Eckstabilität klar für das Schneider Componon. Wird hingegen das Gesamtpaket aus Zentrumsschärfe, Mikrokontrast, mechanischer Integration und Alltagstauglichkeit betrachtet, behält die Novoflex ihre Rolle als Referenz – allerdings nicht mit großem Abstand, sondern knapp und differenziert begründet.
In diese Gesamtbewertung fließt auch das „Drumherum“ ein, das in der Praxis nicht zu unterschätzen ist. Die Novoflex-Tubuslinse wird als geschlossenes, durchdachtes System geliefert, dessen mechanische Integration reproduzierbare Ergebnisse erleichtert und Fehlerquellen minimiert. Das Schneider Componon hingegen stammt aus der klassischen Dunkelkammertechnik und ist als einzelnes Objektiv nie für diesen Einsatzzweck vorgesehen gewesen. Sein Einsatz als Tubuslinse erfordert Adapter, Retromontage und individuelle mechanische Lösungen, was zwangsläufig zusätzlichen Aufwand und potenzielle Justagefehler mit sich bringt.
Der Vergleich macht damit deutlich, dass es hier nicht um ein besser oder schlechter geht, sondern um unterschiedliche Prioritäten. Die Novoflex überzeugt als robuste Systemlösung mit hoher Praxistauglichkeit, das Schneider-Componon als optisch souveräne Linse mit außergewöhnlicher Feldhomogenität. Welche der beiden letztlich die bessere Wahl ist, entscheidet weniger der Messwert als der Anspruch an das eigene Arbeiten.
Novoflex Micro-Tube
Die Novoflex-Tubuslinse setzt in diesem Vergleich den Maßstab. Sie verbindet eine sehr hohe Zentrumsschärfe mit starkem Mikrokontrast und einer bemerkenswert gleichmäßigen Feldleistung. Auch in Randzonen und Ecken bleibt die Abbildung kontrolliert und gut nutzbar. Diese Kombination aus Präzision, Homogenität und Toleranz gegenüber kleinen Abweichungen im Auszug macht sie zur Referenz in diesem Testfeld, insbesondere bei der Nutzung von Vollformatsensoren. Der Gewinn durch eine verkürzte Auszugslänge fiel hier nur marginal aus, was darauf hindeutet, dass diese Tubuslinse auch bei voller Ausnutzung ihres Bildkreises sehr gut korrigiert ist.

Ein wesentlicher Grund dafür liegt in der Konstruktion: Bei der Novoflex handelt es sich nicht um eine isolierte Tubuslinse, sondern um ein modulares Tubussystem. Der Tubus besteht aus zwei aufeinander geschraubten Segmenten und lässt sich flexibel in unterschiedliche Aufbauten integrieren. Als komplette Einheit kann er direkt an eine Kamera adaptiert werden; alternativ lässt sich die vordere Tubushälfte über einen Adapterring unmittelbar auf ein Novoflex-Balgengerät setzen. Damit ist der Tubus sowohl für kompakte, starre Setups als auch für variable Aufbauten mit leicht veränderlichem Auszug geeignet.
An der Vorderseite trägt ein ringförmiger Adapter das Mikroskopobjektiv. In diesen Adapter kann zusätzlich ein spezieller, drehbarer Polfilter eingeschraubt werden, der sich unabhängig vom restlichen Aufbau rotieren lässt – ein Detail, das insbesondere bei reflektierenden Proben von praktischem Nutzen ist. Insgesamt zeigt sich hier ein durchdachtes System, bei dem optische Auslegung, mechanische Präzision und praktische Handhabung aufeinander abgestimmt sind. Die hohe und über das Bildfeld hinweg stabile Abbildungsleistung ist damit nicht nur Ergebnis der Linse selbst, sondern des gesamten Systemkonzepts.
Schneider Kreuznach Componon 210
Das Schneider Kreuznach Componon 210 folgt dicht dahinter. Es handelt sich dabei ursprünglich um ein Großformat-Vergrößerungsobjektiv, das für sehr große Bildkreise gerechnet wurde und daher über einen außergewöhnlich großen Linsendurchmesser verfügt. In der hier verwendeten Konfiguration wurde das Objektiv – wie bei solchen Anwendungen üblich – in Inversstellung als Tubuslinse eingesetzt.

Diese konstruktiven Voraussetzungen erklären den Bildeindruck: Das Componon erreicht ein sehr hohes optisches Niveau, wirkt in der Bildanmutung jedoch etwas anders gewichtet als die Novoflex-Linse. Der Mikrokontrast ist minimal geringer, dafür überzeugt die Abbildung durch eine außergewöhnlich ruhige und gleichmäßige Darstellung über große Teile des Bildfelds. Abbildungsfehler, die bei kleineren Linsendurchmessern typischerweise erst in den Randzonen auftreten, spielen hier praktisch keine Rolle, da der vom Sensor genutzte Bereich auch im Kleinbild-Vollformat nur einen zentralen Ausschnitt des sehr großen Bildkreises nutzt.
Diese großzügige Auslegung lässt vermuten, dass das Componon selbst an größeren Sensorformaten, etwa im Mittelformat, noch eine weitgehend fehlerfreie Abbildung liefern würde. Seine Stärke liegt weniger in maximaler Knackigkeit, sondern in einer stabilen, konsistenten Durchzeichnung – ein Charakter, der sich besonders dort auszahlt, wo Gleichmäßigkeit und Bildruhe wichtiger sind als der letzte Prozentpunkt Kontrast. Andererseits ist das Installieren eines so schweren Objektivs in Retrostellung zumeist eine Bastellösung, die ihrerseits wieder Fehlerquellen mit sich bringen kann.
Was ist ein Componon – und warum eignet es sich als Tubuslinse?
Ein Componon ist, wie erwähnt, ursprünglich ein Vergrößerungsobjektiv aus der Dunkelkammerfotografie. Solche Objektive wurden dafür entwickelt, Negative möglichst verzerrungsfrei und gleichmäßig auf Fotopapier zu projizieren. Dafür müssen sie große Bildkreise, hohe Auflösung und eine sehr gleichmäßige Schärfe über die gesamte Fläche liefern – Eigenschaften, die sie auch für den Einsatz als Tubuslinse interessant machen.

In der Makro- und Mikrofotografie werden Componon-Objektive deshalb häufig zweckentfremdet und in Inversstellung eingesetzt. In dieser Konfiguration arbeiten sie effektiv als Projektionslinsen für unendlich korrigierte Mikroskopobjektive. Es kämen auch andere Großformat-Brennweiten in Frage: 135 mm (für geringeren Abbildungsmaßstab) und 240 mm (als Ersatz für das 210er). Oft sind solche Großformat-Componons heute ganz erstaunlich preiswert zu haben; bisweilen nicht teurer als eine Raynox.
Raynox DCR-150
Die Raynox DCR-150 überrascht in diesem Vergleich positiv – nicht zuletzt deshalb, weil sie streng genommen keine Tubuslinse ist. Ursprünglich handelt es sich um eine hochwertige Nahlinse, die dafür entwickelt wurde, herkömmliche Fotoobjektive im Nah- und Makrobereich einzusetzen. Typischerweise wird sie direkt vor ein Objektiv geschraubt, um dessen Naheinstellgrenze zu verkürzen und höhere Abbildungsmaßstäbe zu ermöglichen.

Dass sich eine solche Nahlinse dennoch als Tubuslinse zweckentfremden lässt, liegt an ihrer optischen Auslegung: Die DCR-150 ist vergleichsweise stark korrigiert, kompakt gebaut und liefert im zentralen Bildbereich eine erstaunlich hohe Schärfe. In der hier getesteten Konfiguration erreicht sie deshalb im Zentrum eine sehr gute Abbildungsleistung, die sich durchaus mit deutlich teureren Lösungen messen kann.
Ihre Grenzen liegen jedoch im nutzbaren Bildkreis. Da die DCR-150 nie dafür gedacht war, einen großen Sensor gleichmäßig auszuleuchten, nimmt die Bildqualität zu den Rändern hin deutlich schneller ab als bei speziell gerechneten Tubuslinsen oder Großformatobjektiven. In Randzonen und insbesondere in den Ecken fällt der Mikrokontrast sichtbar ab, feine Strukturen verlieren an Stabilität.
Gerade diese Eigenschaften machen die DCR-150 dennoch interessant: Für kleinere Sensorformate, für stark zentrische Motive oder als flexible, kostengünstige Lösung bietet sie ein sehr gutes Verhältnis aus Leistung, Baugröße und Preis. In Kombination mit ihrem geringen Gewicht und der einfachen Integration in bestehende Aufbauten erklärt sich, warum sie in der Makro- und Mikrofotografie häufig als pragmatische Alternative zu klassischen Tubuslinsen eingesetzt wird – mit dem klaren Verständnis, dass dies immer ein bewusster Kompromiss bleibt.
Thorlabs-ITL-200-Klon
Der getestete chinesische Thorlabs-ITL-200-Klon nimmt in diesem Vergleich eine besondere Rolle ein. Diese Linse wurde vom fernöstlichen Hersteller ursprünglich als Original der Thorlabs ITL-200 angeboten. Nachdem im Netz zunehmend darauf hingewiesen wurde, dass es sich dabei nicht um das Original handelt, erschien dieselbe Linse später namenlos unter der Bezeichnung „Tube Lens 200 mm“, später unter dem Namen „CMH-Tube Lens“. Sie wird gelegentlich über ein großes Online-Auktionshaus vertrieben, meist ohne nähere technische Angaben zur optischen Auslegung.

Allerdings handelt es sich bei dieser Linse nicht um ein einsatzfertiges System. Die Optik selbst besitzt keine Anschlussgewinde und erfordert daher eine zusätzliche mechanische Kapselung, um sie sinnvoll in einen fotografischen Aufbau integrieren zu können. Die hier getestete Linse wurde direkt beim Hersteller in China erworben; das hierfür notwendige Gehäuse fertigte Rainer Ernst (Fa. Stonemaster) an.

Optisch erfüllt die Linse ihren Zweck, bleibt jedoch klar hinter den anderen getesteten Lösungen zurück. Bei optimalem Auszug ist die Zentrumsschärfe zwar brauchbar, vor allem mit kleineren NA-Werten, außerhalb des Zentrums bricht die Abbildungsleistung jedoch rasch ein, insbesondere bei höheren NA-Werten. Randzonen und Ecken zeigen deutliche Verluste an Kontrast und Stabilität. Für anspruchsvolle Anwendungen mit Vollformatsensoren stellt diese Linse daher keine echte Alternative zu hochwertig gerechneten und mechanisch integrierten Tubuslinsensystemen dar. Ihre Verwendung erfordert sowohl optische als auch mechanische Kompromisse, die im praktischen Einsatz klar spürbar werden.
Fazit
Insgesamt zeigt der Vergleich sehr deutlich, dass nicht der nominelle Brennweitenwert einer Tubuslinse oder der maximal erreichbare Abbildungsmaßstab entscheidend sind, sondern die Ausgewogenheit des gesamten optischen Systems, und zwar um so mehr, je größer die numerische Apertur des Objektivs ist.
Wer Wert auf eine reproduzierbare, gleichmäßige Bildqualität über das gesamte Bildfeld legt und auch mit höheraperturigen Objektiven arbeitet, kommt an hochwertigen Tubuslinsen wie der Novoflex oder dem Schneider Kreuznach Componon kaum vorbei.
Die Novoflex-Linse bietet mit ihrem zweiteiligen Tubus und der Möglichkeit, in dem vorderen, abnehmbaren Ring einen Polfilter unterzubringen, ein komplexes System. Allerdings bezahlt man dies mit dem Verlust der Möglichkeit, den Auszug zu variieren. Andererseits scheint diese Linse so hervorragend auskorrigiert, dass das Verkürzen des Auszugs kaum nötig sein wird, auch bei höheren NA-Werten. Der einzige Weg dazu läge in der Kombination mit einem Novoflex-Balgengerät, das etwa 20 mm Flexibilität gibt (abhängig von der Breite des Kamera-Anschlussadapters). Beim hier gezeigten Setup kann der Auszug von 200 mm auf 180 mm verkürzt werden, was beim NA-Wert von 0,42 oder 0,55 bereits einen messbaren, aber kaum sichtbaren Qualitätsvorteil brachte.


Componon-Vergrößererlinsen von Schneider Kreuznach sind nicht nur oft relativ preiswert aus älteren Analogbeständen zu finden, sondern auch für unterschiedliche Filmformate und mit verschiedenen Brennweiten zu haben, was wiederum eine Möglichkeit bietet, den Abbildungsmaßstab zu variieren. Viele haben auch den Vorteil, dass sie sich sehr leicht zerlegen lassen, um sie zu reinigen. Die Blende sollte man allerdings immer offen lassen; sie sitzt für dieses System nicht an einer sinnvollen Aperturposition. Sie zu schließen würde mehr kosten als nützen.
Wer hingegen mit kleineren Sensoren arbeitet oder bereit ist, in Rand- und Eckbereichen gewisse Minimalabstriche zu akzeptieren, die bei vielen mittenbetonten Motiven ohnehin nicht ins Gewicht fallen, findet in der Raynox DCR-150 einen überzeugenden Kompromiss aus optischer Leistung, kompakter Bauform und vergleichsweise günstigem Anschaffungspreis. Ein zusätzlicher Vorteil dieser Lösung liegt in ihrer Flexibilität: Bei ansonsten unverändertem Aufbau lässt sich die DCR-150 problemlos durch die baugleiche Raynox DCR-250 mit 125 mm Brennweite ersetzen, um den Abbildungsmaßstab gezielt zu reduzieren. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die technische Konfiguration einen entsprechend kürzeren Auszug von etwa 125 mm zulässt, etwa bei der Verwendung eines Balgengeräts oder vergleichbarer Systeme.
Zum Schluss: Das praktische Ergebnis der Theorie in Kurzform
Jede Linse zeigt im Randbereich stärkere Abbildungsfehler als im Zentrum. Je kleiner der NA-Wert eines unendlich korrigierten Mikroskopobjektivs ist, desto weniger steile und randnahe Strahlen tragen zur Abbildung bei, sodass Abbildungsfehler aus den Randzonen der Linsen in der Praxis kaum sichtbar werden. Mit zunehmender NA gelangen mehr dieser optisch anspruchsvollen Strahlen ins Bild.
Wird die Auszugslänge gleich der Brennweite der Tubuslinse gewählt (was oft als einzig richtige Lösung gilt), nutzt das System den Bildkreis der Tubuslinse maximal aus – einschließlich potenziell problematischer Randbereiche. Verkürzt man den Auszug, arbeitet die Tubuslinse mit einem kleineren, zentraleren Bereich, wodurch ein Teil dieser Strahlen ausgeschlossen wird.
Bei kleinen NA-Werten (z. B. Mitutoyo 5x, NA 0,14) kann die nominelle Auszugslänge problemlos verwendet werden; eine Verkürzung bringt meist keinen sichtbaren Vorteil, da ohnehin nur wenig kritische Randstrahlung ins Bild gelangt.
Bei hohen NA-Werten (z. B. Mitutoyo 20x, NA 0,42 oder 50x, NA 0,55) tragen deutlich mehr randnahe Strahlen zur Abbildung bei, was – abhängig von der Qualität der Tubuslinse – die Bildqualität beeinträchtigen kann. In diesen Fällen führt eine Verkürzung des Auszugs um etwa zehn bis zwanzig Prozent häufig zu einer sichtbar besseren Abbildung.



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